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"Lachen ist die beste Medizin"

"Lachen ist die beste Medizin", ist sich Gernot Meyer sicher (Foto: Sandra Kalker)

Passender Stammzellenspender für Gernot Meyer gefunden / Transplantation steht kurz bevor

kb. Maschen. "Wir haben einen Stammzellenspender für Dich gefunden!" Mit dieser freudigen Nachricht wurde Gernot Meyer aus Maschen in der vergangenen Woche bei einem Routinebesuch im Krankenhaus St. Georg überrascht. Seit vergangenem Herbst kämpft der 18-Jährige gegen Leukämie, fast genauso lange war er auf der Suche nach einem geeigneten Stammzellenspender (das WOCHENBLATT berichtete). Bei einer großen Typisierungsaktion an der Grundschule in Maschen-Horst im vergangenen Juni hatten sich fast 900 potentielle Spender typisieren lassen. "Es war ein tolles Gefühl, dass so viele Menschen mitgemacht haben", erinnert sich Gernot.
Ihm steht jetzt noch einmal ein großer Schritt bevor. Zwar konnten die Ärzte die Krankheit bei Gernot in den letzten Monaten weitestgehend eindämmen, die Chemotherapie schlug aber nicht mehr an. Auch eine Medikamentenstudie blieb ohne Erfolg und das Risiko eines Rückfalls war groß. Die Rettung: eine Knochenmarktransplantation. Doch bevor die in ca. zwei Wochen stattfinden kann, muss Gernot noch einige Strapazen überstehen. Chemotherapie und Bestrahlung zerstören sein Knochenmark, das Immunsystem wird unterdrückt. Damit verbunden sind natürlich auch schwere Nebenwirkungen. "Ich habe jetzt schon keine Lust darauf, dass mir wieder meine Haare ausfallen", erzählt Gernot. "Aber dafür werde ich gesund."
Seinen 19. Geburtstag, wenige Tage nach der Transplantation, wird er quasi in "Isolationshaft" verbringen. Nach dem Eingriff ist die Ansteckungsgefahr stark erhöht, Gernot muss einen Monat im Krankenhaus bleiben und Kontakte zur Außenwelt möglichst vermeiden. Besuch darf er nur von wenigen Personen bekommen. Und auch in den Monaten danach ist Vorsicht angebracht. "Ich muss einen Mundschutz tragen und erst mal zu Hause bleiben", erzählt Gernot. Um die Genesung nicht zu gefährden, ist alles generalstabsmäßig durchgeplant. "Wir haben ganz genaue Anweisungen, wann, welches Medikament genommen werden muss und wie wir uns am besten verhalten sollen", erzählt Christian Meyer, Gernots Vater.
Gernot selbst setzt weiterhin vor allem auf sein eigenes Patentrezept: "Lachen ist die beste Medizin." Seit er von seiner Erkrankung weiß, ist ihm eines klar: "Ich werde gesund." Mit einer riesigen Portion Optimismus und Kraft hat er sich seitdem den Behandlungen gestellt und den letzten Schritt, um wieder richtig gesund zu werden, geht er genauso an. "Ich denke gar nicht so viel darüber nach, was alles schief gehen kann. Ich schaffe das schon", ist Gernot sich sicher. Und danach? "Ich freue mich echt drauf, wieder zur Schule zu gehen", so der 18-Jährige.
• So wie Gernot kann auch vielen anderen Leukämiekranken durch eine Stammzellenspende geholfen werden. Um passende Spender zu finden, ist es wichtig, dass sich möglichst viele Menschen registrieren lassen. Alle Infos hierzu finden Sie bei der Deutschen Knochenmarkspenderdatei unter http://www.dkms.de.