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Maschen: Ampel-Optimierung legt Verkehr lahm

Alltägliches Bild: Nichts geht mehr an der Anschlussstelle Maschen
kb. Maschen. kb. Maschen. Entschleunigung - ein Trend, dem sich anscheinend auch die Landesverkehrsbehörde in Verden verschrieben hat. Seit kürzlich die Ampelanlage an der Anschlussstelle Maschen erneuert wurde, staut sich der Verkehr auf der Winsener Straße wie selten zuvor. Stoßstange reiht sich an Stoßstange, Autofahrer sind genervt, ewig lange Rotphasen zerren an ihrer Geduld. Absurd - sollte die neue Ampel doch eigentlich dafür sorgen, dass der Verkehr besser läuft.
Was läuft schief? Das WOCHENBLATT hat bei der Verkehrsbehörde nachgefragt. Wie Geschäftsbereichsleiterin Gisela Schütt mitteilt, gibt es derzeit Verzögerungen bei der Anbindung der Schleifen, die unter der Fahrbahndecke verlegt wurden. Über die quer zur Fahrbahn verlaufenden Schleifen wird die Ampelanlage verkehrsabhängig geschaltet - theoretisch. Denn ohne Anbindung der Schleifen an das Steuergerät funktioniert das System nicht. „Bedingt durch die vorhandenen Schutzplanken im Rampenbereich ist die Anbindung problematisch und daher noch nicht abgeschlossen“, teilt Schütt mit. Außerdem gebe es vertragliche Probleme mit der bauausführenden Firma, was zusätzlich für eine Verzögerung sorgen würde.
Grund für die derzeit alltäglichen langen Staus auf der Winsener Straße ist aber eine Entscheidung der Verkehrsbehörde: „Bis zur endgültigen Anbindung der Schleifen wurde vorübergehend die Grünphase für den Autobahnverkehr verlängert, um Rückstaus zu verringern“, so Schütt. Bedeutet: Derzeit hat der abfahrende Verkehr Vorrang - alle übrigen Fahrspuren das Nachsehen. Man sei bemüht, die Anbindung der Schleifen schnellstmöglich herzustellen, heißt es aus der Verkehrsbehörde.
Bleibt die Frage, warum man die Ampelschaltung bis dahin nicht einfach so einstellt, wie bisher. Da lief der Verkehr zwar auch nicht immer optimal - aber immer noch deutlich besser als im Augenblick.