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Mögliches Wohngebiet "Am Küstergarten": Hittfelder haben Bedenken

Der vom Planungsbüro favorisierte Entwurf sieht vier "Wohncluster" (rote Flächen) vor, die durch Grünanlagen voneinander getrennt sind. Platz wäre für ca. 105 Bauplätze (Foto: Planungsbüro Ute Mehring)
kb. Hittfeld. Vor allem Fragen der Oberflächenentwässerung treiben die Anwohner rund um das angedachte Wohngebiet "Am Küstergarten" in Hittfeld um. Das wurde auf der Sitzung des Planungsausschusses in der Burg Seevetal deutlich, zu der in der vergangenen Woche rund 80 Zuhörer gekommen waren. "Uns laufen jetzt schon die Keller voll bei Starkregen, man muss kein Prophet sein, um zu wissen, dass das Wasser bei einer Bebauung ein Problem wird", so ein Anlieger.
Vor der lebhaften Bürgersprechstunde hatte das Planungsbüro Ute Mehring vier mögliche Varianten für eine Wohnbebauung auf der Fläche zwischen den Straßen "Am Göhlenbach", Bahnhofstraße und "Schwarzer Weg" vorgestellt. Die Planungsvarianten basieren auf den Ergebnissen aus den Vorplanungen der Gemeinde und den Bürger-Workshops, die Ende 2011 stattgefunden hatten. Unterschiede gibt es vor allem bei der Größe des Nettobaulandes, die zwischen 35.000 und 68.000 Quadratmetern schwankt, und der Anordnung der Wohnflächen. Empfohlen vom Planungsbüro wurde Variante D, ein Kompromiss aus den Vorschlägen der Gemeinde und dem Bürgerwillen, mit ca. 105 Bauplätzen auf einer Baufläche von 5,6 Hektar sowie 14,2 Hektar Grünfläche. Bei der favorisierten Variante sind vier Wohnbauflächen angedacht, die durch Grünflächen voneinander getrennt, aber durch Rad- und Fußwege miteinander verbunden sind. Zwei Regenrückhaltebecken sorgen für die Entwässerung. Die Erschließung des Gebietes erfolgt über die Straßen "Am Göhlenbach", "Am Küstergarten" und "Schwarzer Weg". Für den Betriebshof schlägt das Planungsbüro eine Umnutzung zu einem Wohnprojekt "Jung und Alt" vor, bei den Grünflächen eine Mischung aus Wiesen- und Spielflächen, Waldrand und einer Obstwiese. Positiv für die Gemeinde: 59 Prozent der Fläche bei Variante D wäre Gemeindeanteil - mehr als bei allen anderen Planungsvarianten.
"Die Variante D ist ein gangbarer Kompromiss zwischen wirtschaftlichem Denken und den Wünschen der Bürger", so Planerin Ute Mehring. In Begeisterung wollten die anwesenden Hittfelder dennoch nicht ausbrechen. Deren Bedenken bezüglich der Oberflächenentwässerung versuchten die Experten vom Ingenieurbüro Ohlenrodt und Brunckhorst aus Hamburg zu zerstreuen. Die Situation würde sich durch die Regenrückhaltebecken und die teilweise Erneuerung des Regenwasserkanals deutlich verbessern. Auch in Bezug auf drohende Kosten, gab es Entwarnung. In Sachen Abwasser kämen auf die Anlieger keine neuen Kosten hinzu, hieß es aus der Gemeindeverwaltung. Des Weiteren hätten die Teile des Regenwasserkanals, die im Zuge einer Wohnbebauung erneuert werden müssten, ohnehin über kurz oder lang saniert werden müssen. Für Bürgermeisterin Martina Oertzen stellten die vorgestellten Entwürfe eine gute Basis dar, auf der man diskutieren könne. "Wir sollten zusammen an einer guten Lösung für Hittfeld arbeiten", appellierte Oertzen an alle Anwesenden. Die Vorentwürfe sollen nun innerhalb der Fraktionen diskutiert werden.