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"Müssen Perspektiven schaffen": Seevetals Bürgermeisterin Martina Oertzen wagt einen Ausblick auf 2015

Trotz vieler Herausforderungen: Martina Oertzen blickt optimistisch in die Zukunft der Gemeinde
kb. Seevetal. Ein drohender Nachtragshaushalt, die Unterbringung weiterer Flüchtlinge, neue Schulden und notwendige Straßen- und Gebäudesanierungen: Auf die Gemeinde Seevetal kommen auch im neuen Jahr viele Herausforderungen zu. "2015 wird noch einmal ein schwieriges Jahr", sagt Bürgermeisterin Martina Oertzen auch im Hinblick auf derzeit fehlende Gewerbeflächen. Einige ortsansässige Firmen hat die Gemeinde bereits verloren. "Das muss die Ausnahme bleiben, wir müssen Perspektiven schaffen", so Oertzen.
In den vergangenen zwölf Monaten seien hierfür wichtige Schritte eingeleitet worden, auch mit dem Beschluss für ein "informelles Handlungskonzept", in dem der grundsätzliche Kurs für die Weiterentwicklung der Gemeinde und ganz konkret potenzielle Flächen für Wohn- und Gewerbegebiete festgehalten sind. "Wie dringend eine Weiterentwicklung notwendig ist, mussten wir in den vergangenen Monaten schmerzhaft erfahren, da es uns nicht möglich war, ansässigen Betrieben Erweiterungsflächen anzubieten", sagt Oertzen.
Um das Loch im Haushalt der Gemeinde zu stopfen und in den kommenden Jahren notwendige Investitionen in die Infrastruktur zu ermöglichen, ist in diesem Jahr die Anhebung der Grund- und Gewerbesteuer beschlossen worden. Für 2015 soll u.a. die Planung für den Bau einer neuen Kindertagesstätte in Hittfeld vorangetrieben und die Westumfahrung Hittfeld fertiggestellt werden. Die Erdarbeiten für das Sportzentrum Fleestedt beginnen und das Rathaus sowie die Grund- und Hauptschule Meckelfeld erhalten ein Blockheizkraftwerk. Bisher nicht im Haushalt berücksichtigt ist die drohende Anhebung der Kreisumlage. Diese könnte für Seevetal Kosten in Höhe von ca. 1,5 Millionen Euro verursachen, die einen Nachtragshaushalt unumgänglich machen.
Spannend bleibt in 2015 u.a., wie das Verfahren zur geplanten Tank- und Rastanlage an der A1 bei Meckelfeld weitergeht. Die "Bürgerinitiative gegen die Raststätte Elbmarsch" kämpft mit großer Unterstützung aus der Bevölkerung engagiert gegen das umstrittene Vorhaben. In Bezug auf neue Alternativen zur ursprünglich geplanten Y-Trasse wird im kommenden Jahr ein Dialogforum stattfinden, an dem auch Martina Oertzen teilnehmen wird. Eine der angedachten Alternativtrassen betrifft den Bereich Ramelsloh/Ohlendorf. "Ich spreche mich deutlich gegen diese Streckenführung aus", macht Oertzen klar.