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Pastorin Imke Schwarz verabschiedet sich

Imke Schwarz verlässt ihre Wirkungsstätte (Foto: Carolin Wöhling)
kb. Hittfeld. „Ich möchte meine Fähigkeiten noch an anderen Orten unter Beweis stellen und neue Schwerpunkte setzen. Aber die Kirchengemeinde Hittfeld bleibt immer ein Stück Heimat für mich“, sagt Pastorin Imke Schwarz. Nach elf Jahren als Gemeindepastorin nimmt sie nun andere Aufgaben an: Sie wird ab Januar mit einer halben Stelle am Pastoralkolleg in Loccum arbeiten. Mit der anderen halben Stelle ist sie als Plattdeutsch-Beauftragte der Evangelischen Landeskirche Hannover tätig. Die 42-jährige Pastorin geht mit einem weinenden und lachenden Auge: „Die Veränderung stand nach einem Jahrzehnt einfach an“, so Schwarz. Sie wird am Sonntag, 14. Januar, im Gottesdienst um 15 Uhr in der Christuskirche in Fleestedt mit anschließendem Empfang verabschiedet, dazu sind alle Besucher herzlich eingeladen.
Was wird sie vermissen? „Eingebettet zu sein in einen Ort, an dem man Menschen über einen längeren Zeitraum begleitet hat“, sagt die Theologin. In der Kirchengemeinde Hittfeld trat sie ihre erste Pfarrstelle an und das bleibe immer etwas Besonderes: „Hier habe ich gelernt, Pastorin zu sein“, sagt Imke Schwarz. Sie wird im Fleestedter Pfarrhaus mit ihrem Mann Pastor Dr. Norbert Schwarz wohnen bleiben, der Teile ihrer Aufgaben zunächst übernehmen wird. In Loccum wird sie am Pastoralkolleg Fortbildungen für Pastoren organisieren. Als Plattdeutsch-Beauftragte wird die Pastorin dafür sorgen, dass Plattdeutsch weiter in der Kirche und in Gottesdiensten stattfindet. „Plattdeutsch liegt mir am Herzen. Meine Eltern und Großeltern haben immer Plattdeutsch gesprochen, das ist eine Muttersprache für mich. Hochdeutsch ist eigentlich meine zweite Sprache“, sagt die aus Ostfriesland stammende Pastorin.
Imke Schwarz war nach ihrem Vikariat 2006 mit ihrem Mann nach Seevetal gekommen. Zunächst teilte sich das Pastoren-Ehepaar eine Pfarrstelle und war für Emmelndorf zuständig. 2007 zogen sie gemeinsam ins Fleesteder Pfarrhaus und seit 2013 betreuten sie Fleestedt, Emmelndorf und Hittfeld-Nord auf anderthalb Stellen.
Die Pastorin hat viele neue Projekte ins Leben gerufen. „Wir haben den Blockunterricht am Samstag für Konfirmanden eingeführt. Und ich habe mit verschiedenen Teams neue Gottesdienstprojekte entwickelt, wie die Familienkirche oder den Filmgottesdienst.“ Sie organisierte Mutter-Kind-Freizeiten nach Amrum und Pellworm und Pilgerwochenenden für Frauen. Immer wieder brachte Imke Schwarz interessante Kunst-Ausstellungen in die Mauritiuskirche, wie etwa 2009 die Bilder zum Psalm 139 und 2013 die „Tafelbilder - Installationen zum Abendmahl“.
Imke Schwarz blickt zuversichtlich nach vorn: „Ich freue mich auf die neuen Aufgaben, bin aber auch dankbar für die Zeit in der Kirchengemeinde Hittfeld.“