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"Phantastische Architektur": Dominik Winterling rührt Werbetrommel für die Elbphilharmonie

Wird sie das neue Wahrzeichen Hamburgs? Die Elbphilharmonie wurde am vergangenen Mittwoch feierlich eröffnet (Foto: Ralph Larmann)
kb. Seevetal. Für manche ist sie ein riesiges Steuergrab, für andere das vielleicht schönste Konzerthaus der Welt: Die am Mittwoch eröffnete Elbphilharmonie in Hamburg (Gesamtkosten 789 Millionen Euro, zehnmal so viel wie ursprünglich kalkuliert / ursprünglich geplante Fertigstellung 2010) war Vortragsthema beim Neujahrsempfang in Seevetal. Dominik Winterling, Geschäftsführer der Stiftung Elbphilharmonie, war als Gastredner geladen. Sein Ziel: "Ich will für dieses großartige Bauwerk, seine phantastische Architektur und ein Programm, das seinesgleichen sucht, begeistern!"
Das Konzerthaus ist ein Gebäude der Superlative, nicht nur was die Kosten angeht. In die "Elphi" führt die längste Rolltreppe Europas, die Außenfassade ist komplett verglast, die Innenwandverkleidung des "Großen Saales" hat rund eine Million faustgroße Zellen, deren akustische Funktion es ist, den Schall optimal zu streuen. "Viele Menschen fragen mich, welche Plätze die besten sind. Dann muss ich sagen: Wir haben keine schlechten Plätze", so Winterling.
Neben dem "Großen Saal" gibt es den "Kleinen Saal", der vor allem für Kammermusik, aber auch für Workshops und Unternehmensveranstaltungen genutzt werden kann. Hinzu kommen acht Workshop-Studios, ein Hotel mit 244 Zimmern, 45 Wohnungen, ein Parkhaus, die Sky-Lounge samt Dachterrasse und nicht zuletzt die öffentlich zugängliche Plaza. Neben Konzerten - vor allem Klassik, aber auch Jazz und Pop - bietet die Elbphilharmonie verschiedenste Veranstaltungen für alle Generationen an. Es gibt Kita- und Schulprogramme, Baby- und Kinderkonzerte oder auch das Elbphilharmonie-Ensemble, bei dem Hobby-Musiker aktiv mitwirken können. "Wichtig ist uns dabei, die Angebote so günstig wie möglich zu halten, damit so viele Menschen wie möglich sie nutzen können", so Winterling. So sollen alle Angebote für Kinder nicht mehr als vier Euro kosten, HVV inklusive.
Die Finanzierung des Betriebs der Elbphilharmonie steht abseits der Förderung durch Hamburg (sechs Millionen Euro jährlich) auf drei Säulen: Die Hamburg Music gGmbH kümmert sich um Sponsoren- und Drittmittelakquise und die Betreuung der Sponsoren, von denen es derzeit drei große gibt: BMW, Mont Blanc und SAP. Die Stiftung Elbphilharmonie ist für die Akquise und Betreuung von Stiftern und Spendern zuständig und führt Spendenkampagnen durch. Außerdem gibt es den Förderverein "Freundeskreis Elbphilharmonie + Laeizhalle".
Wer selber mal bei einem Konzert in der "Elphi" dabei sein und die einmalige Akustik erleben will, muss auf die zweite Jahreshälfte setzen: Die bis Juli geplanten Veranstaltungen in der "Elphi" sind fast vollständig ausverkauft.