Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Rat der Gemeinde Seevetal erhöht Schwimmbadpreise / REWE-Erweiterung und Matthies-Neubau

In den Seevetaler Schwimmbädern wurden die Preise zuletzt 2011 angepasst (Foto: djd_CH-Alpha-PLUS_Forschunggoodluz_Fotolia)
as. Meckelfeld. Mit Preisen von 3 Euro pro Tag für Erwachsene und 2 Euro für Kinder lagen die Schwimmbäder in Hittfeld und Over bislang unter den Preisen der anderen kommunalen Schwimmbäder der Region. Auf seiner Sitzung am vergangenen Donnerstag hat der Rat der Gemeinde Seevetal jetzt mit einer Enthaltung beschlossen, ab Januar 2018 die Preise um 50 Cent auf 2,50 Euro für Kinder und 3,50 Euro für Erwachsene zu erhöhen. Damit folgt der Rat der Empfehlung der Verwaltung.
„Die letzte Erhöhung der Eintrittspreise hat 2011 stattgefunden, seitdem sind aber allgemeine Ausgaben wie Betriebs- und Personalkosten gestiegen“, erklärte Ingo Knedel, Amtsleiter Gebäudewirtschaft, den Ratsmitgliedern. 2014, 2015 und 2016 wiesen die gemeindeeigenen Schwimmbäder insgesamt ein Defizit von knapp einer Million Euro pro Jahr auf. Mit der geplanten Erhöhung kann das Defizit um 100.000 Euro jährlich verringert werden. 62.000 Euro mehr pro Jahr könnten durch die erhöhten Eintrittsgelder eingenommen werden, hinzu kommen rund 37.000 Euro pro Jahr, die aus der Anhebung bei der Viermietung von Bahnstunden an Schulen (von 22 auf 24 Euro) und Vereine (von 10 auf 12 Euro für Seevetaler Vereine) stammen.
„50 Cent sind eine moderate Steigerung. Auch mit dieser Erhöhung sind die Bäder der Gemeinde noch günstiger als andere im Landkreis“, so Knedel. Die bisherigen Zehner/30er Karten sind ab dem 1. Januar noch drei Jahre lang gültig.
Weitere Themen im Gemeinderat:
• Der Erweiterung des REWE-Marktes um einen Getränkemarkt steht nichts mehr im Weg: der Rat hat der Änderung des B-Plans Fleestedt 24 „Verbrauchermärkte am Fleester Hoff“ zugestimmt.
• Auch für das Gartencenter Matthies geht es weiter: Der Rat stimmte der Änderung des Flächennutzungsplans 2000 und des vorhabensbezogenen B-Plans Emmelndorf 13 „Gartencenter an der L213“ zu. Wie berichtet, soll zwischen Emmelndorfer Straße, Hittfelder Landstraße und der Straße „Am Bahnhof“ auf einer Gesamtfläche von rund 7,8 Hektar der Neubau des Gartencenters Matthies entstehen. Weiterhin geplant sind eine Park-and-Ride-Anlage sowie ein Kreisverkehr an der Kreuzung Emmelndorfer Straße/L213/Bahnhofstraße. Auf die Gemeinde entfallen Kosten von rund 4,6 Millionen Euro brutto. Allerdings beteiligt sich das Gartencenter mit 50 Prozent am Kreisel und Land und Metropolregion wollen sich an der Park-and-Ride-Anlage mit 90 Prozent der Kosten beteiligen, so dass noch rund 2,4 Millionen Euro von der Gemeinde zu tragen sind, erklärte Bauamtsleiter Gerd Rexrodt. Zu den von der Gemeinde durchzuführenden Maßnahmen gehört auch die Herrichtung der Oberflässenentwässerung für etwa 1,4 Millionen Euro. „Das hätte die Gemeinde allerdings schon seit vielen Jahren in Angriff nehmen müssen“, sagte Rexrodt, so dass die Gemeinde Seevetal schließlich durch die Erweiterung mit etwa 1 Million Euro belastet werde. Es sei eine Win-win-Situation, so Bürgermeisterin Martina Oertzen, die Gemeinde erhalte Park-and-Ride-Plätze und Kaufkraft und Arbeitsplätze würden in Seevetal erhalten bleiben.
• Auch die Decatur-Brücke stand auf der Tagesordnung, wie Verwaltungsvize Dirk ter Horst bekannt gab, muss die Gemeinde vorläufig die DB und deren Anliegerverkehr über die gesperrte Brücke fahren lassen (das WOCHENBLATT berichtete).
• Die Verwaltung teilte mit, dass die Bauarbeiten zur Klappgeländerbrücke in Maschen am vergangenen Montag begonnen wurden. Ende November sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein. Die Gemeinde investiert rund 250.000 Euro in die Brücke.
• Auch bei den Lärmschutzwänden geht es weiter. Im Bereich Hörsten beginnen die vorbereitenden Maßnahmen, voraussichtlich ab dem Frühjahr bis August 2018 werden in Hörsten Lärmschutzwände aufgestellt. Die Gesamtmaßnahme dauere noch bis August 2019.
• Der Verwaltungsausschuss hat beschlossen, die Schulsozialarbeit in Maschen und Ramelsloh bis 2018 fortzusetzen. Der Schulausschuss hatte sich zuvor für eine Verlängerung bis 2021 ausgesprochen.