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Reaktivierung alter Bahnstrecken: Neue Haltestelle für Seevetal? / Gemeinderat stimmt für Krippenerweiterung in Ramelsloh

Hält der Zug in nicht allzu ferner Zukunft auch in Ramelsloh oder Horst? Der Lenkungskreis prüft derzeit die Machbarkeit (Foto: archiv)
kb. Seevetal. Können sich die Seevetaler bald über einen weiteren Bahnhof in ihrer Gemeinde freuen? Das ist zumindest nicht ganz unwahrscheinlich. Wie Bürgermeisterin Martina Oertzen jetzt auf der Sitzung des Gemeinderates in Meckelfeld berichtete, ist nicht nur die Bahnstrecke Buchholz - Maschen - Harburg im Kreis der letzten acht Strecken gelandet, die im Hinblick auf ihre Reaktivierung noch näher in Augenschein genommen werden sollen. Auch mögliche Haltestellen in Horst und Ramelsloh stehen auf dem Prüfstand. Der Lenkungskreis, der sich aus Vertretern von Politik, kommunalen Spitzenverbänden, Umwelt- und Fahrgastverbänden sowie den Aufgabenträgern für den Schienenpersonennahverkehr zusammensetzt, hat die durch Seevetal führende Strecke auf Platz vier gesetzt und prüft derzeit die Machbarkeit.
"Wir werden uns positionieren und bekunden, dass wir Interesse haben", sagte Oertzen zu den positiven Nachrichten. Dennoch müssten auch mögliche Kosten der Reaktivierung im Blick behalten werden. Diese sollen zu 25 Prozent von Landkreisen und Kommunen übernommen werden. "25 Prozent von was? Das ist ein gewisses Risiko", so Oertzen.
Gute Nachrichten für Ramelsloh gibt es in jedem Fall in Bezug auf die Kinderbetreuung. Auf dem Gelände der DRK-Kita sollen 15 zusätzliche Krippenplätze in Pavillonbauweise eingerichtet werden. Derzeit gibt es in dem Ort 17 Kleinkinder ohne Krippenplatz, deren Eltern eine Betreuung wünschen. Ein nicht ganz günstiges Unterfangen. Allein das Aufstellen der Pavillons kostet rund 100.000 Euro, die monatliche Miete wird sich auf über 4.000 Euro belaufen, hinzu kommen Kosten für Mobiliar, Spielgeräte und den Betrieb der Krippe. Dennoch sprach sich der Gemeinderat einstimmig für die Einrichtung der 15 Krippenplätze aus. "Die Nachfrage ist da und wir sollten den gesetzlichen Anspruch erfüllen", so Norbert Böhlke (CDU).
Einstimmig fasste der Rat auch den Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan "Glüsingen - Wennern/Auf dem Kamp". Das rund 3,4 ha große Neubaugebiet grenzt im Osten an die Straße "Auf dem Kamp", im Süden an die Straße "Lohe" und im Westen an die Straße "Wennern" und bietet Platz für 20 bis 25 Bauplätze. Interessant wird es auf der nächsten Sitzung des Ortsrates Fleestedt/Glüsingen/Beckedorf/Metzendorf Ende April. Dann werden die Namensvorschläge für die neu zu bauende Bügelstraße diskutiert. Die Gemeindeverwaltung hatte im Vorfeld die Bürger dazu eingeladen, sich an der Namensfindung zu beteiligen.