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Rollenwechsel auf afrikanisch: Schülerin aus Seevetal wurde in Tansania unverhofft zur Lehrerin

Hatten viel Spaß zusammen: Carla Stegen (19) und Kinder aus dem Waisenhaus in Arusha (Foto: oh)
kb. Seevetal. Eigentlich geht sie selbst noch zur Schule, aber in Tansania wurde Carla Stegen (19) aus dem kleinen Seevetaler Ort Hörsten jetzt für fünf Wochen unverhofft zur Lehrerin. Über die Organisation Volunation, die weltweit Freiwilligendienste organisiert, kam die Schülerin nach Arusha, eine Stadt rund 90 Kilometer südwestlich vom Kilimandscharo. Carla engagierte sich dort in einem Waisenhaus. "Dass ich dort als Lehrerin tätig sein würde, war mir vorher gar nicht klar", erzählt sie. Spaß gemacht hat ihr die Aufgabe trotzdem.
Einen strengen Stundenplan wie an deutschen Schulen gab es in der Einrichtung des Waisenhauses nicht. "Die Stunden dauerten so lange, bis wir mit dem Stoff durch waren", berichtet die Schülerin. Sie unterrichtete Vier- bis Sechsjährige in Englisch und Mathe. Und war erstaunt darüber, wie weit die Kinder schon waren. "Viele Schüler sprechen schon mit acht Jahren fließend Englisch", erzählt Carla.
Beim gemeinsamen Mittagessen standen meist Reis und Bohnen auf dem Speiseplan, Fleisch gab es nur selten. Und auch Geschirr war häufig Mangelware. "Oft haben sich zwei Kinder einen Teller geteilt", so die 19-Jährige.
Neben dem Unterricht an der Schule standen für Carla auch Ausflüge in die Umgebung auf dem Programm. Gemeinsam mit anderen Freiwilligen aus Europa, Australien und Asien besuchte sie ein Massai-Dorf, fuhr zum Kilimandscharo und ging auf Safari.
Trotz der manchmal schwierigen Umstände: "Afrika hat mich schon immer fasziniert", erzählt Clara. Die fünf Wochen in Tansania haben die Schülerin in ihrem Wunsch bestärkt, noch einmal auf den Kontinent zurückzukehren - dann aber für ein Jahr.