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Schluss mit der Holperpiste: Großmoordamm und Friesenweg werden für zwei Millionen Euro erneuert

Wie hier am Friesenweg bröckeln auch am Großmoordamm die Straßenränder weg. Der Neubau der Straßen ist beschlossen (Foto: archiv)
kb. Seevetal. Rundumschlag statt weitere Flickschusterei: Ca. zwei Millionen Euro wird die Gemeinde Seevetal in den Neubau der Straßen Großmoordamm und Friesenweg (zusammen rund 3,7 Kilometer) investieren. Schon in diesem Jahr sollen die Planungen beginnen, die Baumaßnahme selbst findet in den Jahren 2015 und 2016 statt. Auch die Kosten werden auf diesen Zeitraum aufgeteilt.
Großmoordamm und Friesenweg sind in einem maroden Zustand. Durch den moorigen Untergrund haben sich besonders die Straßenränder abgesenkt und bröckeln an vielen Stellen weg. Im Sommer hatte die Gemeinde Seevetal wegen der immensen Straßenschäden bereits Tempo 10 verhängt. Immer wieder wurden einzelne Bereiche ausgebessert. Das Problem: Ursprünglich als reine Wirtschaftswege angelegt, hat sich das Verkehrsaufkommen auf den Straßen in den vergangenen Jahren vervielfacht. Auf dem Großmoordamm sind täglich bis zu 5.000 Fahrzeuge unterwegs - ein Wert, der deutlich über den Nutzungszahlen so mancher Kreisstraße liegt. Noch mehr Verkehr herrscht bei Stau auf der A1 und den offiziellen Umleitungsstrecken. Dann wird der Großmoordamm zur beliebten Ausweichstrecke.
"Der Neubau der Straßen ist sehr zu begrüßen", sagt Klaus-Dieter Kirchhoff, Ortsbürgermeister von Over, Bullenhausen und Groß-Moor. Dennoch müsse die Maßnahme von zwei Seiten gesehen werden. "Wenn die Straßen heutigem Standard entsprechend ausgebaut sind, werden sie noch mehr Verkehr anziehen", befürchtet Kirchhoff. Mit dieser Sorge spricht er vielen Anwohnern aus der Seele. Und auch die Gemeinde Seevetal ist sich dieses Problems bewusst und stellt bereits Überlegungen an, es zu lösen. So soll die Straße zwar erneuert, aber nicht breiter werden als bisher. Um den Begegnungsverkehr zu ermöglichen, sind Ausweichmulden angedacht.
Zur Ermittlung der genauen Kosten und der besten Vorgehensweise für die Baumaßnahme wurden in den vergangenen Wochen bereits der Baugrund sondiert und Vermessungsarbeiten durchgeführt. Der Neubau soll in zwei Schritten stattfinden, die in etwa benötigten zwei Millionen Euro wurden bereits in den Haushalt 2015 und 2016 eingestellt.