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Schnüffelnasen in Aktion: Sprengstoffspürhunde und ihre Führer üben für den Ernstfall

Schäferhund "Chris" wartet auf seinen Einsatz
kb. Buchholz. Schlaue Spürnasen im Einsatz: Am vergangenen Freitag waren es nicht die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Buchholz, die in der Feuerwache ihren Dienst versahen, sondern drei Sprengstoffspürhunde. "Jeida", "Larry" und "Chris" schnüffelten sich im Rahmen eines Lehrgangs auf der Suche nach Schwarzpulver, TNT oder Plastiksprengstoff durch die Räumlichkeiten. Mit Erfolg: Kein noch so gutes Versteck ist vor den Diensthunden der Hamburger Polizei sicher.
Für die Hunde ist die Suche nach Waffen oder gefährlichen Sprengstoffen ein großes Spiel. "Wenn die Tiere keine Lust dazu hätten, würde das Ganze gar nicht funktionieren", erklärt Ausbilder Henry Wagner. Der Fachlehrer für Diensthundwesen hat schon beim Aussuchen der Hunde ein genaues Auge für den Charakter der Tiere. Denn längst nicht jeder Hund eignet sich für die Aufgaben im Polizeidienst. "Die Hunde müssen ein offenes Wesen, Zielstrebigkeit und einen besonders hohen Spieltrieb haben", so Wagner. Wichtig sei auch, dass sich die Vierbeiner neutral gegenüber fremden Personen verhalten und sich gut führen lassen. Bevor ein Hund die zehnwöchige Ausbildung zum Sprengstoffspürhund absolviert, muss er zudem noch eine Eignungsprüfung bestehen.
"Jeida", "Larry" und "Chris" sind bereits richtige Profis. Wenn die Sprengstoffsuche beginnt, sind sie kaum zu halten. Flink stecken sie ihre Nase in jede Ecke, versuchen, Witterung aufzunehmen. Bei einem Fund legen sie sich auf den Boden, geben keinen Ton von sich. "Das ist wichtig, weil es auch Sprengstoffe gibt, die durch Akustik ausgelöst werden", erklärt Hundeführer Mike Gielow. Direkt nach dem Fund werden die Hunde mit ihrem Lieblingsspielzeug belohnt - für die Tiere der eigentliche Grund, weshalb sie so eifrig bei der Sache sind.
Trotz der Freude an dem Detektivspiel - die Suche ist für die Tiere anstrengend. "Der Hundeführer muss immer im Blick haben, wann Zeit für eine Pause ist", so Mike Gielow.
Dreimal im Jahr gehen die Hundeführer mit ihren Schützlingen für eine Woche auf Lehrgang. Um keine Routine aufkommen zu lassen, werden immer andere Orte besucht - wie jetzt die Buchholzer Feuerwache. Am Dienstag waren die Spürnasen zu Gast bei der Autobahnmeisterei in Hittfeld.
• Bei der Hamburger Polizei stehen insgesamt acht Sprengstoffspürhunde im Dienst. Sie schnüffeln u.a. bei Besuchen der Kanzlerin oder US-Botschaftern als Präventionsmaßnahme Hotelzimmer und öffentliche Gebäude ab, werden aber auch zum Aufspüren von Schusswaffen eingesetzt.