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"Sind auf alles vorbereitet": Sanierung der Burg Seevetal beginnt

Freuen sich, dass die Sanierung nun losgeht (v. li.) Birgit Cohrs, Thorsten Hein, Kirsten Wegner und Ingo Knedel vom Amt für Gebäudewirtschaft
kb. Seevetal. Jetzt werden die Ärmel hochgekrempelt: Die Sanierung des Veranstaltungszentrums Burg Seevetal in Hittfeld beginnt. Wie berichtet, werden 6,5 Millionen Euro in Umbau und Sanierung der Burg investiert. 18 Monate sind für die Baumaßnahme eingeplant, u.a. muss die Burg mit einer vollautomatischen Brandmeldeanlage ausgerüstet werden. Außerdem zieht das Veranstaltungsmanagement in die Burg und es wird ein "Treffpunkt Hittfeld" eingerichtet, der Gruppen und Vereinen für Treffen zur Verfügung stehen wird. Der bisherige Restaurant- und Großküchenbereich wird aufgegeben, die Verpflegung bei Veranstaltungen wird künftig über Catering geregelt.
"Wir machen jetzt erst einmal klar Schiff, räumen aus und lagern ein. Dann starten Rückbau und Abbrucharbeiten", erklärt Thorsten Hein, technischer Leiter in der Abteilung Gebäudewirtschaft, das Vorgehen. U.a. müssen Saaldecke und Wandbekleidung im großen Saal entfernt werden, die Küche wird abgerissen, Leitungen werden totgelegt. Ab Mai starten die Arbeiten für den Anbau. Neben der Brandmeldeanlage werden auch Heizung, Stromleitungen und Beleuchtung erneuert, ein Blockheizkraftwerk wird eingebaut, sämtliche Flachdächer werden energetisch verbessert und die Akustik des großen Saals, besonders im Bühnenbereich, wird optimiert.
"Die 18 Monate sind sportlich, aber machbar", sagt Ingo Knedel, Leiter der Gebäudewirtschaft, zur Bauzeit. Um Verzögerungen zu vermeiden, finden viele Maßnahmen parallel statt. "Anders ließe sich das nicht bewerkstelligen", so Knedel. Die angestrebte Bauzeit hat einen guten Grund: "Wir wollten vermeiden, dass Großveranstaltungen, die einmal im Jahr bei uns stattfinden, öfter als einmal ausfallen", so Knedel.
Angst, dass die Veranstalter sich aufgrund der 18-monatigen Sanierung nicht nur kurz- sondern auch langfristig umorientieren, hat Kirsten Wegner, die bei der Gemeindeverwaltung für die Burg und alle Dorfgemeinschaftshäuser zuständig ist, nicht. "Die meisten Veranstalter haben die Burg für die Zeit nach der Sanierung bereits wieder gebucht. Es gibt einfach wenig vergleichbare Veranstaltungszentren in der Region", freut sich Wegner. Während der Arbeiten fallen einige Veranstaltungen aus, andere weichen z.B. auf das Helbach-Haus in Meckelfeld oder den Fleester Hoff in Fleestedt aus.
Mit Spannung blicken Ingo Knedel und seine Kollegen jetzt auf die ersten Bauschritte. "Wenn man am Altbestand arbeitet, weiß man nie so genau, was einen erwartet", sagt Knedel. Etwaigen bösen Überraschungen beim Öffnen der alten Leitungsschächte oder beim Abnehmen der Saaldecke sieht er allerdings einigermaßen gelassen entgegen: "Wir sind auf alles vorbereitet."