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"SorglosStrom": Neue Fälle

Ein Vertrag wurde laut Aussagen eines WOCHENBLATT-Lesers mit gefälschten Angaben ausgefüllt
Familie findet nach Urlaub eine gefälschte Vertragskopie im Briefkasten

tk. Landkreis. "Sorgen dank 'SorglosStrom'", hatte das WOCHENBLATT in der vergangenen Samstags-Ausgabe getitelt. Einige Leser-Reaktionen dazu haben die Redaktion erreicht. Einen besonders krassen Fall hat Familie Johannesson aus Seevetal erlebt.



Als sie aus dem Urlaub kamen, fanden sie die Kopie eines Vertrags zur Lieferung von "SorglosStrom" in ihrem Briefkasten. Bis auf die aus dem Telefonbuch ersichtlichen Daten seien alle anderen Angaben gefälscht gewesen. Sie informierten vorsichtshalber ihren Versorger EWE, dass sie keine Wechselabsichten hegen.
Weil der Vertrag nicht von ihnen unterschrieben war, gingen Johannessons davon aus, dass nichts folgen werde. Aber: Sie bekamen dennoch zwei Auftragsbestätigungen der "SorglosStrom"-Mutter "Erngy2day" über die Lieferung von Gas und Strom. Einen Gasanschluss gibt es im ganzen Haus allerdings nicht. Die Anträge seien mit einer gefälschten Unterschrift unterzeichnet worden.
An der Telefon-Hotline von "Erngy2day" äußerte ein Mitarbeiter großes Bedauern, man werde eine Widerrufsbestätigung zuschicken. Ein Anzeige, teilte die Polizei der Familie mit, habe wenig Aussicht auf Erfolg.

Ein anderer Leser aus Jork berichtet von einem Werbeanruf von "SorglosStrom" - mit Ankündigung. Hintergrund: Die Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt hatten wegen unangekündigter Werbeanrufe von "SorglosStrom" ein Urteil vor dem Landgericht München erwirkt. Wenn diese unerlaubte Praxis weiterläuft, drohen Ordnungsgelder bis zu 250.000 Euro (das WOCHENBLATT berichtete). Der WOCHENBLATT-Leser verzichtete beim zweiten "Sorglos"-Anruf dankend auf jedes weitere Angebot.