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Spatenstich: Deutsche Bahn baut Schallschutz und Umfahrungsgleis am Rangierbahnhof Maschen

Beim offiziellen Spatenstich (v. li.): Senator Frank Horch, SPD-Bundestagsabgeordnete Svenja Stadler, Staatssekretärin Daniela Behrens, CDU-Bundestagsabgeordneter Michael Grosse-Brömer, Parl. Staatssekretär Enak Ferlemann, Bürgermeisterin Martina Oertzen, Landrat Rainer Rempe, Prof. Dr. Dirk Rompf (Vorstand Großprojekte/DB) und Frank Limprecht (Leiter Großprojekte Nord/DB)
kb. Maschen. Ein neues Umfahrungsgleis, sieben Weichen, zwei Eisenbahnüberführungen und drei Kilometer Lärmschutzwände: Im Rahmen des "Seehafenhinterlandprogramms II" investiert die Deutsche Bahn rund 34 Millionen Euro in Seevetal. Am Mittwoch fand der symbolische Spatenstich für die Maßnahme an Europas größtem Rangierbahnhof in Maschen statt. Erfreulich für die Bürger in Maschen und Hörsten: Bevor das neue Gleis gebaut wird, errichtet die Bahn den Schallschutz in Form von bis zu fünf Meter hohen Wänden.
Durch das neue Umfahrungsgleis soll die Möglichkeit geschaffen werden, dass mehr Güterzüge pro Tag als bisher am Rangierbahnhof Maschen vorbeigeführt werden können. "Dadurch erhöhen wir die Kapazität und verbessern den Ablauf", erklärte Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr, in seiner Rede zum Spatenstich. Maschen sei ein riesiges Drehkreuz im Eisenbahnnetz Europas, der Rangierbahnhof wichtiger Bestandteil des Korridors Skandinavien-Mittelmeer. "Wir wissen aber auch, dass Maschen zu den hoch belasteten Regionen Deutschlands gehört", so Ferlemann. Umso wichtiger sei ausreichender Lärmschutz.
In Maschen wird zunächst die Lärmschutzwand auf westlicher Seite erstellt, ab Juli 2017 erfolgt der Bau des Umfahrungsgleises und der Lärmschutzwand Ost. Die Inbetriebnahme ist für Dezember 2018 geplant. Die Anlieferung der Baumaterialien erfolgt zu 90 Prozent über die Schiene.
Für Seevetals Bürgermeisterin Martina Oertzen kommt der Bau der Lärmschutzwände keine Sekunde zu früh. "Ich verstehe nicht, warum der Bahnhof vor 50 Jahren überhaupt ohne ausreichenden Schallschutz gebaut werden konnte. Die Bürger warten seit sehr vielen Jahren, dass hier etwas passiert", so Oertzen kritisch. Dass der ursprünglich versprochene Lärmschutz im Bereich Meckelfeld aus der Maßnahme herausgenommen wurde, bezeichnete Oertzen als Tiefschlag. "Wir waren darüber not amused." Die Gemeinde habe daher entsprechende Rechtsmittel eingelegt, über die jedoch noch nicht entschieden worden sei.
• Ein Termin am Rangierbahnhof Maschen ohne das Thema Decatur-Brücke? Derzeit nicht denkbar. So kam nicht nur Martina Oertzen noch einmal auf die bevorstehende Vollsperrung der Brücke zu sprechen, sondern auch Enak Ferlemann. Der versprach: "Wir werden das Brückenproblem gemeinsam lösen."