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Straßenschäden: Tempo 10 auf dem Großmoordamm

Auf dem Großmoordamm ist nur noch Tempo 10 erlaubt (Foto: oh)
kb. Seevetal. Zu einer ungewöhnlichen Maßnahme sieht sich jetzt die Gemeinde Seevetal veranlasst. Auf einem knapp zwei Kilometer langen Abschnitt der Straße Großmoordamm gilt ab sofort Tempo 10. Betroffen ist der Abschnitt zwischen der Abzweigung Höchtweg und der Landesgrenze zu Hamburg.
Wie die Gemeindeverwaltung mitteilt, lassen die massiven Schäden an der Straße ein gefahrloses Befahren mit Tempo 30 nicht mehr zu. Eine Ausbesserung der größten Gefahrenstellen könne voraussichtlich jedoch erst Mitte Juli erfolgen, da für die Arbeiten eine Vollsperrung notwendig sei. Das Problem: Der Großmoordamm dient derzeit als Ausweichstrecke für die Sperrung der Kreisstraße zwischen Fliegenberg und Over. Die Baumaßnahme am Elbdeich soll voraussichtlich Anfang Juli abgeschlossen sein. Eine parallele Sperrung der Straßen soll vermieden werden.
Die Moorstraßen in Seevetal, dazu gehören neben dem Großmoordamm insbesondere der Friesenweg, der Höchtweg und der Hagoltweg, sind die großen Sorgenkinder unter den Seevetaler Straßen. Ursprünglich als reine Wirtschaftswege angelegt, hat das Verkehrsaufkommen auf ihnen in den letzten Jahren massiv zugenommen. Der Großmoordamm weist dabei mit bis zu 5.000 Fahrzeugen pro Tag Werte auf, die deutlich über den Nutzungszahlen mancher Kreisstraße liegen. An einzelnen Tagen liegt dieser Wert sogar noch deutlich darüber. Hauptgrund ist der Ausweichverkehr bei Staus auf der A1 und den offiziellen Umleitungsstrecken. Der moorige Untergrund führt dazu, dass die zu knapp bemessenen Straßenränder regelmäßig wegbrechen. Als erste Schutzmaßnahmen wurden vor einigen Jahren Tempo 30 und eine Gewichtsbeschränkung auf 3,5 Tonnen angeordnet.
Eine Grundinstandsetzung allein des Hauptstraßenzuges würde Kosten von rund zwei Millionen Euro verursachen. Derzeit berät die Seevetaler Politik über das weitere Vorgehen.