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"Toll, dass so viele helfen wollen": Hittfelder unterstützen Flüchtlinge

Beim zweiten Treffen der Hittfelder Unterstützer (v. li.) Beate Hülsmeyer, Norbert Fraederich, Hausmeister ?? und der Iraner Nader (Foto: Fraederich)
kb. Hittfeld. "Ich freue mich total, dass so viele helfen wollen." Hittfelds Ortsbürgermeister Norbert Fraederich war nach dem zweiten Treffen der "Hittfelder Unterstützer" mehr als zufrieden. Über 70 Menschen nicht nur aus Hittfeld sondern auch aus anderen Seevetaler Ortschaften waren in der Burg Seevetal dabei, um konkrete Hilfsangebote für Asylbewerber zu organisieren und zu koordinieren. "Es waren auch viele neue Gesichter dabei, wir können insgesamt von etwa 100 Ehrenamtlichen ausgehen, die sich engagieren wollen", freute sich Fraederich.
Um den Helfern einen Eindruck vom Leben und Alltag in der Asylbewerberunterkunft zu geben, waren auch Nader, ein Flüchtling aus dem Iran, der seit drei Jahren in Hittfeld lebt, und Jörn Schneider, der Hausmeister der Unterkunft "Am Bauhof", bei dem Treffen anwesend. In Hittfeld sollen in Kürze weitere 60 Asylbewerber untergebracht werden, rund 50 leben schon in Hittfeld.
In fünf Gruppen mit den Inhalten Verständigung, Freizeitgestaltung, Patenschaften/Betreuung, Spendenaktionen und Gründung eines Internationalen Cafés wollen die Hittfelder Unterstützer die Hilfsangebote künftig organisieren. Neben Deutsch- und Englischunterricht sollen u.a. auch eine Fahrradwerkstatt, gemeinsames Musizieren und die Begleitung bei Behördengängen angeboten werden. Auch die örtlichen Sportvereine, die Kirchengemeinde und der ADFC bringen sich in die Arbeit der einzelnen Gruppen ein. Die Koordination übernimmt Beate Hülsmeyer.
Damit die ersten Angebote möglichst bald starten können, ist noch ein wenig Vorarbeit und weitere Hilfe aus der Bevölkerung notwendig. "Wir brauchen z.B. noch Fahrräder, gern auch reparaturbedürftig, und einen Raum, in dem die Fahrradwerkstatt eingerichtet werden kann", so Fraederich. Auch über gebrauchte, aber funktionsfähige TV-Geräte, PCs und Handys freuen sich die Flüchtlinge. Von der Spende anderer Elektrogeräte wie Wasserkocher, Kaffeemaschinen und ähnliches bittet der Unterstützerkreis abzusehen. "Die Gefahr, dass es bei zu vielen elektronisch betriebenen Geräten zu Kurzschlüssen und am Ende noch einer Brandgefahr in der Unterkunft kommt, ist zu groß", erklärte Fraederich. Wer den Flüchtlingen Kleidung spenden will, wird gebeten, diese nicht bei der Unterkunft, sondern bei den entsprechenden Organisationen abzugeben.
Wer sich ebenfalls im Unterstützerkreis engagieren will oder Fragen hat, wendet sich an Norbert Fraederich unter Tel. 04105 - 52289 oder per E-Mail an n.fraederich@web.de.