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Verzögerungen bei Straßenbaumaßnahmen: Optimismus oder Unvermögen?

Vielen Bürgern reißt der Geduldsfaden, wenn sie dieses Schild sehen (Foto: archiv)
(kb). Gehen die Verantwortlichen bei Land und Kreis zu optimistisch an die Planung von großen Straßenbaumaßnahmen heran oder herrscht in den Amtsstuben schlichtes Unvermögen? Woran sonst könnte es liegen, dass es bei vielen großen Baumaßnahmen in den vergangenen Monaten zu teils erheblichen Verzögerungen gekommen ist? Mal ist es die Statik, mal vorab nicht vorhersehbare Zusatzarbeiten, anderswo gibt es Probleme mit der ausführenden Baufirma.
Aktuell hakt es vor allem bei bei der Sanierung der Canteleubrücke (K 28) in Buchholz. Eigentlich sollten die Arbeiten an einer der wichtigsten Durchfahrtsstraßen der Stadt zum Ende der Sommerferien abgeschlossen sein. Davon ist jetzt keine Rede mehr. "Wie befürchtet, ist der Umfang der Betonsanierungs- und Abdichtungsarbeiten aufwendiger als angenommen", teilt Landkreissprecher Johannes Freudewald auf WOCHENBLATT-Nachfrage mit.
Den Seevetal-Ort Holtorfsloh mussten Kraftfahrer ganze sechs Monate länger umfahren als zunächst geplant - die Ortsdurchfahrt war bis Ende Mai gesperrt statt bis Anfang Dezember 2013. Der Grund laut Kreis: Während der Bauarbeiten wurde festgestellt, dass eine Mittelspannungsleitung wider Erwarten umgelegt werden musste. Auch der Kreisel in Nenndorf war eine Spätgeburt. Terminiert für Juni wurde der Kreisverkehr erst im August fertig - zum Ärger nicht nur vieler Gewerbetreibenden im Ort, denen die Kunden wegblieben.
Immerhin: An der Luhebrücke in Winsen gehen die Arbeiten erst einmal weiter. Hier ruhten die Arbeiten seit Mai ganz - Baupfusch sei Dank. In Nenndorf hingegen droht neuer Ärger, denn der nur wenige Wochen alte Kreisel weist bereits erhebliche Schäden auf.

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