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Viel Lärm um Maschen: Anwohner ärgern sich über Baumfällung an der A1

An der A1 wurden Bäume und Sträucher gerodet. "Jetzt wird es noch lauter", klagen die Anwohner (Foto: sab)
sab. Seevetal. Lärm macht krank. Davon können gerade die Bewohner des Ortes Maschen ein Lied singen. Nicht nur die A39, die A1 und das Horster Dreieck liegen unmittelbar an der Ortsgrenze. Auch Europas größter Rangierbahnhof liegt am Ortsrand. Nun wird es noch ein wenig lauter im Dorf, denn unmittelbar an der A1 wurden großflächig Bäume und Büsche gefällt. Diese boten gerade im Sommer wohltuenden Lärm- und Sichtschutz für die Anwohner. Zuständig für die Fällungen ist die niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr.
„Es ist großer Mist, was hier passiert“, sagt ein Maschener, der jeden Tag mit seinem Hund im Feld an der Autobahn unterwegs ist. Die Lebensqualität im Ort verschlechtere sich weiter. Einige würden bereits über einen Umzug nachdenken. Eine Messung vom Februar vergangenes Jahr ergab eine durchschnittliche Lärmbelastung von 55 bis 60 dBA in den angrenzenden Wohngebieten. Eigentlich zu laut. Trotzdem sind zurzeit keine Lärmschutzmaßnahmen geplant.
"Wissenschaftlich ist ein Lärmschutz durch Bäume und Strauchwerk nicht erwiesen", sagt Sönke Zulauf von der niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Lediglich zehn bis fünfzehn Pappeln sollen nach seiner Aussage an der Autobahn gefällt worden sein. "Das übrige Buchschwerk wurde nur entfernt, um einen Zugang zur Autobahn zu schaffen", so Zulauf. Die Bäume waren nach Meinung der Behörde nicht mehr standsicher und mussten aus Sicherheitsgründen gefällt werden. Die Maschener jedenfalls sind verärgert und auch wenn der wissenschaftliche Lärmschutz-Nachweis fehlt - die Anwohner werden die Bäume an der Autobahn vermissen.