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Viel Zeit für Beratung: Stillcafé in Meckelfeld startet

Bei der Premiere im Stillcafé: Judith Yomi (li.) und Tochter Livia, Gehrd Grothusen, Silke Lührs (hinten) und Sabine Roßnick
kb. Meckelfeld. Trinkt mein Kind genug? Warum klappt es nicht mit dem Abstillen? Worauf muss ich bei der Ernährung achten? Diese und andere Fragen beschäftigen viele Mütter. Einen Ansprechpartner mit dem nötigen Fachwissen haben sie oft nicht. "Der Kinderarzt hat leider meist ein volles Wartezimmer und zu wenig Zeit für ein ausführliches Gespräch und viele Hebammen sind überlastet und haben keine Termine frei", weiß Dr. Gehrd Grothusen, der selbst als Kinderarzt praktiziert hat. Gemeinsam mit Silke Lührs, die wie er Mitglied des Kirchenvorstandes in Meckelfeld ist, hat Grothusen deshalb ein neues Angebot für Schwangere und Mütter mit Babys ins Leben gerufen. Ab sofort findet jeden Donnerstag von 10 bis 12 Uhr im Familienzentrum (Glockenstr. 6) das Stillcafé statt.
Mit Rat und Tat zur Seite steht den Müttern dabei Sabine Roßnick, Krankenschwester sowie Still- und Laktationsberaterin. Sie nimmt sich Zeit für alle Fragen und Sorgen und gibt wertvolle Tipps. "Manche Frauen haben wirklich ganz konkrete Probleme, zum Beispiel mit dem Abstillen, andere brauchen nur eine Rückmeldung, dass wirklich okay ist, was sie machen", berichtet Sabine Roßnick. Eine Patentlösung hat die Fachfrau zwar auch nicht im Gepäck, aber jede Menge Erfahrung und Fachwissen. "Grundsätzlich ist jedes Kind erst einmal anders, und so gibt es auch bei jedem andere Herausforderungen", weiß die Stillberaterin.
Die Chance, sich im Familienzentrum beraten zu lassen, nutzt auch Judith Yomi, die gemeinsam mit ihrer acht Monate alten Tochter Livia zum Stillcafé gekommen ist. "Anfangs finden in kurzen Abständen die Vorsorgeuntersuchungen statt, aber wenn das aufhört, steht man plötzlich alleine da. Da fragt man sich manchmal schon, ob alles in Ordnung ist und richtig läuft", erzählt die Mutter. Livia weigert sich bisher beharrlich, irgendetwas anderes zu sich zu nehmen als Muttermilch. "Ist das ein Problem? Und was kann ich machen?", fragt sich Judith Yomi. Sabine Roßnick kann sie beruhigen und rät, dem Kind immer mal wieder etwas anderes zu essen anzubieten. "Es ist ganz individuell, was Kinder mögen. Manche essen nur Brei, andere überhaupt nicht", erzählt Roßnick. Man müsse einfach dranbleiben und es immer mal wieder versuchen. Wichtig sei Gelassenheit.
Neben den Tipps von der Fachfrau freut sich Judith Yomi auch darauf, im Stillcafé andere Mütter kennenzulernen und sich auszutauschen. Ein Aspekt, der auch den Initiatoren Silke Lührs und Gehrd Grothusen wichtig ist. Übrigens: Auch ältere Geschwisterkinder sind willkommen. Die werden im Nebenraum betreut.
• Das Stillcafé steht allen Schwangeren und Müttern offen. Geplant ist, dass in Kürze auch eine Hebamme für Fragen zur Verfügung steht. Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Infos bei Silke Lührs, Tel. 040 - 7682762.