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"Waren auf Anhieb begeistert": Seevetaler Chöre spenden für inklusive Projekte des "Haus Huckfeld"

Bei der Spendenübergabe (v. li.): Mechtild Stevens (Leiterin Haus Huckfeld), Charlotte Köhlmoos-Zarate, Antje Schakat (Seevetaler Chöre), Ralf Fritsche, Günter Schwarz, Gisela Hoh (Mitglied Locavida) und Claudia Harder (Seevetaler Chöre)
kb. Seevetal. "Wir haben das Tanztheater 'Locavida' bereits im vergangenen Jahr auf dem Sommerfest beim Haus Huckfeld gesehen und waren auf Anhieb begeistert", erzählt Ralf Fritsche, 1. Vorsitzender des Vereins Seevetaler Chöre. Da lag es nah, den Erlös aus dem großen Benefizkonzert der Seevetaler Chöre - stolze 1.250 Euro - zugunsten des "Freundeskreis Huckfeld" zu spenden. Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, die kulturellen Angebote im Haus Huckfeld, einer Einrichtung für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung, zu stärken. Zu diesen Angeboten gehört das Tanztheater "Locavida" ebenso wie die Theatergruppe "Kellerkünstler" und das "Farbwelten Atelier".
Bei der Spendenübergabe im Haus Huckfeld dankte Einrichtungsleiterin Mechtild Stevens für die "schöne und überraschende" Geste. "Unsere inklusiven Projekte bekommen seit der Gründung des Freundeskreises einen richtigen Schub nach vorne", freute sich Stevens. Große Freude herrschte auch bei Günter Schwarz, 1. Vorsitzender des "Freundeskreis Huckfeld". "Das ist wirklich toll und motiviert uns, weiter zu machen", so Schwarz. Beim Benefizkonzert in der Burg Seevetal hatten der "Gemischte Chor Hittfeld", der Gesangsverein Freundschaft aus Meckelfeld, der Frauenchor Fleestedt, "Kreschendo" aus Meckelfeld und der Chor "Sängerlust Fleestedt" teilgenommen, eröffnet wurde die Veranstaltung durch einen Auftritt von "Locavida".
Von der Spendensumme sollen u.a. Requisiten, Kostüme, aber auch Fahrten zu den Auftritten der Tanzgruppe "Locavida" finanziert werden. "Ohne Hilfe wie diese und die vielen Ehrenamtlichen, die uns unterstützen, wäre unsere Arbeit gar nicht möglich", sagt Tanztherapeutin Charlotte Köhlmoos-Zarate, Leiterin von "Locavida". Das Tanztheater, das sich aus rund 20 Tänzern mit und ohne Behinderung zusammensetzt, tritt jedes Jahr mit einem neuen Stück auf. Große Bühnen sind dabei keine Seltenheit, aber auch Besuche in Schulen findet statt. "Egal, wo wir sind, wir spüren immer die Begeisterung des Publikums. Dieses große Miteinander ist toll", sagt Charlotte Köhlmoos-Zarate. Sie legt großen Wert darauf, dass bei den Stücken immer Raum für die Ideen der Tänzer bleibt. "Ich gebe einen Rahmen vor, aber dazwischen ist ganz viel Platz für Interpretationen", so die Tanztherapeutin. Ob ein Tänzer eine Behinderung hat oder nicht, spiele dabei keinerlei Rolle. "Ich sehe das Handicap gar nicht mehr, sondern den Menschen mit seinen Eigenschaften und seinem Charakter", so Köhlmoos-Zarate.
• Der Freundeskreis Hittfeld wurde im vergangenen Jahr mit 22 Mitgliedern gegründet, inzwischen ist er bereits auf über 60 Mitglieder angewachsen. Alle Infos zum Verein gibt es auf http://freundeskreis-huckfeld.de.