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Wasser ist ihr Element

Lena in ihrem Element (Foto: privat)
 
Zeit zum Faulenzen bleibt ihr kaum: Lena Cramer trainiert hart für ihren Traum von der Schwimmkarriere
Schwimmtalent aus Seevetal: Lena Cramer (13) tritt bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften an

kb. Seevetal/Hamburg. Lena Cramer (13) aus Meckelfeld ist gleichzeitig aufgeregt und voller Vorfreude: Am 28. Mai fährt sie gemeinsam mit der Gruppe vom Olympiastützpunkt Hamburg/Schleswig-Holstein zu den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften im Schwimmen nach Berlin. Es sind ihre ersten Deutschen Meisterschaften. Nachdem sie bei den Norddeutschen Meisterschaften überraschend Bronze in 50 Metern Kraul gewonnen hat, geht es in Berlin aber erst einmal darum, Erfahrungen zu sammeln.
Lena ist seit vier Jahren Leistungsschwimmerin, trainierte lange Zeit bei den Schwimmfreunden Meckelfeld. Im Februar dieses Jahres wechselte sie zum Olympiastützpunkt nach Hamburg, geht seitdem auch dort zur Schule. Ein mutiger Schritt, finden ihre Eltern. Lena sieht's gelassen: "Die Umstellung war gar nicht so groß. Viele meine Klassenkameraden kannte ich schon aus dem Training, ich war ja vorher als Gastschwimmerin in Hamburg."
Am Olympiastützpunkt wird der Unterricht um das Training herum gestaltet, so dass die jungen Sportler beste Voraussetzungen haben, ihre Leistungen zu steigern. Für Lena bedeutet das neun Mal jeweils eineinhalb bis zwei Stunden Training in der Woche im Becken, dazu noch Krafttraining. Der Sonntag ist eigentlich frei, häufig stehen dann aber Wettbewerbe auf dem Programm. Zeit für andere Hobbys bleibt Lena nicht. Wird ihr das nicht manchmal zu viel? "Nö", sagt Lena. "Mir macht das richtig Spaß. Ich fühl' mich im Wasser einfach wohl." Das bestätigt auch ihre Mutter Melissa Cramer, die trotz aller Begeisterung ein wachsames Auge darauf hat, dass sich ihre Tochter nicht übernimmt. "Aber wenn ich sehe, wie zufrieden und glücklich Lena nach dem Training oder nach Wettbewerben ist, dann weiß ich, dass es die richtige Entscheidung war", sagt sie.
Für Lenas Eltern war der Schritt nach Hamburg eine echte Umstellung. "Lena geht jetzt morgens aus dem Haus und kommt erst abends wieder", sagt Dennis Cramer. Weil er in Hamburg arbeitet, nimmt er seine Tochter auf dem Rückweg häufig mit. Manchmal springen auch die Großeltern ein. Morgens fährt Lena zusammen mit ihrer Mutter im Zug in die Hansestadt.
Die Schwimm-Begabung scheint bei Lena angeboren. "Schon als sie ein Kleinkind war, wurden wir häufiger angesprochen, weil sie eine so tolle Wasserlage hat", erinnert sich ihre Mutter. Momentan konzentriert Lena sich aufs Kraulschwimmen auf kurzer wie auch längerer Distanz. Bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften tritt sie in den Wettbewerben in 50, 100, 400 und 800 Metern an. "Kurzstrecke schwimme ich aber am liebsten", sagt Lena. Sie ist mit ebenso viel Spaß wie auch Ehrgeiz bei der Sache, das gilt auch fürs Training. "Zu verbessern gibt es immer was", sagt Lena. Die Wende klappt bei ihr z.B. noch nicht optimal. "Da verliere ich oft ein paar Sekunden."
Sie ist gespannt, wie es in Berlin laufen wird. Freut sich aber vor allem auf eine spannende Woche mit tollen Wettkämpfen. Ihr großes Ziel hat sie schon jetzt klar vor Augen: "Ich will bei internationalen Wettbewerben antreten!"