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Wenn Minuten entscheidend sind: Defibrillator für das Gymnasium Meckelfeld

Übergabe des Defibrillators (v. li.): DRK-Erste-Hilfe-Ausbilder Andreas Klask, Richard Kaska und Anna Haß vom Schulsanitätsdienst, Schulleiter Peter Oberbeck, Schulsanitätsdienstleitung Astrid Neumann und Oberstufen-koordinator Thomas Dieskau (Foto: DRK)

Schulsanitäter helfen im Notfall

kb. Meckelfeld. Manchmal entscheiden Minuten über Leben und Tod. Das wissen die 18 Schülerinnen und Schüler der 8. bis 13. Klassen, die sich im Schulsanitätsdienst des Gymnasiums Meckelfeld engagieren. Gerade bei der Vermeidung des plötzlichen Herztodes – immer noch Haupttodesursache in Deutschland – kann die richtige Erste Hilfe und der Einsatz eines sog. Automatisierten Externen Defibrillators (kurz AED) vor Eintreffen des Rettungsdienstes entscheidend sein.
Deshalb hat sich der Schulsanitätsdienst des Gymnasiums unter der Leitung von Lehrerin Astrid Neumann für die Anschaffung eines schuleigenen Defibrillators eingesetzt. Bereits seit 2006 gab es ein solches, werbefinanziertes, geleastes Gerät in der Aula des Gymnasiums. Der Leasingvertrag lief nun jedoch aus, sodass die Schüler aktiv wurden. Sie sammelten Spenden bei Eltern, lokalen Unternehmen, beim Schulverein und auf schulinternen Veranstaltungen. Eine 11. Klasse spendete sogar die gesamte Klassenkasse. Schließlich unterstützte auch der Geräte-Hersteller Physio-Control das Engagement des Schulsanitätsdienstes und erließ der Schule einen Teil der Anschaffungskosten für das gerade neu auf den Markt gekommene Gerät. Das Gymnasium ist damit der erste Betreiber dieses neuen hochmodernen AEDs.
Bei der Übergabe des neuen Defibrillators war neben dem Schulsanitätsdienst, Schulleiter Peter Oberbeck und Oberstufenkoordinator Thomas Dieskau auch Andreas Klask, Erste Hilfe-Ausbilder und AED-Koordinator des DRK sowie langjähriger Unterstützer und Ausbilder des Meckelfelder Schulsanitätsdienstes, vor Ort. Er führte den Schulsanitätsdienst nochmals in die Anwendung des Defibrillators ein. Die 18 Mädchen und Jungen, die sich im Schulsanitätsdienst engagieren, treffen sich nicht nur regelmäßig einmal in der Woche in ihrer Freizeit für Ausbildung, Übungen etc., sondern sind auch im täglichen Schulbetrieb in Bereitschaft. Vier bis fünf Schüler sind pro Woche im Dienst und werden per Funk alarmiert, wenn sich jemand auf dem Schulgelände verletzt hat oder Erste Hilfe benötigt. Auch bei Schulveranstaltungen leisten die freiwilligen Helfer wie selbstverständlich den Sanitätsdienst.
Regelmäßig nehmen sie darüber hinaus am vom DRK organisierten Schulsanitätsdienst-Wettbewerb „Mit Herz und Verband“ in Lingen teil, bei dem Schüler aus ganz Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Bremen antreten. Mit Erfolg: In diesem Jahr belegten die Schulsanitäter der Altersgruppe der 12- bis 14-Jährigen aus Meckelfeld erneut den ersten Platz.