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"Wir lehnen Fracking ab": Podiumsdiskussion in Hittfeld

Bei der Podiumsdiskussion (v. li.): Svenja Stadler, Matthias Miersch, Oliver Olsson, Olaf Martins und Björn Hoppenstedt (Foto: oh)
kb. Seevetal. „Fracking benötigt unbedingt rechtliche Regelungen“, sagte Dr. Matthias Miersch, Umweltpolitiker der SPD-Bundestagsfraktion, jetzt auf einer von der Seevetaler SPD-Bundestagsabgeordneten Svenja Stadler organisierten Podiumsdiskussion in der Burg Seevetal in Hittfeld.
Vor mehr als 100 Gästen erläuterte Miersch, warum die SPD für ein Verbot des unkonventionellen Frackings, also der Erdgasförderung aus Schiefer- und Kohleflözgestein oberhalb von 3.000 Metern, eintritt. Gleichzeitig soll das seit den 1960er Jahren in Deutschland praktizierte konventionelle Fracking in 3.500 bis 5.000 Meter Tiefe erlaubt bleiben, allerdings unter strengeren Auflagen. „An den entsprechenden Gesetzen arbeiten wir zur Zeit in Berlin“, so Miersch. Für die SPD hätten der Schutz der Gesundheit und des Trinkwassers hierbei oberste Priorität.
Bei der Diskussion dabei waren auch Olaf Martins, Leiter Kommunikation und Medien bei ExxonMobil, und Dr. Oliver Olsson vom Institut für Nachhaltige Chemie und Umweltchemie der Leuphana Universität Lüneburg. Kreisrat Dr. Björn Hoppenstedt vertrat in Hittfeld den Landkreis Harburg und verdeutlichte die Position der Kreisverwaltung: „Wir lehnen diese Erdgasfördertechnik mit dem Hinweis auf unsere Trinkwasser- und Naturschutzgebiete ab.“ Eine größere Transparenz des gesamten Verfahrens wäre sehr begrüßenswert, so Hoppenstedt, denn der Informationsaustausch zwischen Landkreis und der Genehmigungsbehörde, dem Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie, lasse doch sehr zu wünschen übrig. „Eine bessere Einbindung der Öffentlichkeit und vor allem auch der Wasserversorger in den Genehmigungsprozess ist vonnöten“, sagte Hoppenstedt.