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"Zwei-Klassen-Tierschutz nicht tragbar"

Auf der Jägerschaftsversammlung (v. li.): Norbert Leben, Hartmut Fischer und Horst Günter Jagau (Foto: Heribert Strauch)

Bundesverbands-Präsident Hartmut Fischer referierte auf Kreisjägerschafts-Versammlung

ce. Hittfeld. "Ein Zwei-Klassen-Tierschutz, der Wildtierfütterungen im Winter untersagt, sich gleichzeitig aber für die Fütterung von Igeln und Vögeln ausspricht, ist nicht tragbar." Das betonte Hartmut Fischer, Präsident des Deutschen Jagdverbandes (DJV), jetzt in Hittfeld. Er referierte dort auf der Herbstversammlung der Jägerschaft Landkreis Harburg (JLH) unter anderem über die in einigen Bundesländern angedachte Änderungen bei der Jagdgesetzgebung.
Der ganzheitliche Ansatz des Arten- und Naturschutzes der Jäger werde - so Fischer - werde bei den Gesetzesnovellen oft nicht berücksichtigt. Bei Demonstrationen in Stuttgart und Düsseldorf hätten bis zu 15.000 Waidmänner, -frauen und Gleichgesinnte eindrucksvoll bewiesen, dass Deutschlands Jägerschaft für Artenvielfalt in der Natur zusammensteht. Bei der geplanten Änderung des Bundesjagdgesetzes begrüße der DJV die einheitliche Jägerprüfungsordnung. Durch die Aufnahme der Wildbrethygiene als Prüfungsfach werde das Biolebensmittel "Wildfleisch" aufgewertet. Im Waffenrecht gehe es vor allem darum, eine stetige Verschärfung durch unangemessene Verwaltungs- und Gerichtsentscheidungen einzudämmen. Zudem müssten die Jäger zur Versachlichung der Diskussion um den legalen Waffenbesitz beitragen. Hartmut Fischer appellierte an die Jäger, noch enger mit den Landwirten zusammenzuarbeiten, um den Artenschwund zu stoppen.
JLH-Vorsitzender Horst Günter Jagau verlieh erneut seiner Enttäuschung über das "Aus" für die Bewerbung Hamburgs für Olympia 2024 Ausdruck. "Das wäre eine tolle Werbung für unseren Schießstand gewesen", erklärte Jagau mit Blick auf die Tatsache, dass die Garlstorfer Anlage als potenzielle Wettkampfstätte im Gespräch war. Kreisjägermeister Norbert Leben sprach schließlich die Schwarzwildbejagung an. Er betonte, dass dieses "urige Wild" es verdient habe, waidgerecht bejagt zu werden.