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Baugebiet "Küstergarten/Schwarzer Weg": Grüne üben Kritik

Hans-Joachim Kiehl und Gerhard Nobis mit einem PLan der Gemeinde Seevetal. Sie wollen die Grünflächen am Ortsrand erhalten, statt sie zu bebauen
kb. Hittfeld. "Wir wollen uns am Bürgerwillen orientieren", das sagen Gerhard Nobis und Hans-Joachim Kiehl, Vertreter der Grünen im Hittfelder Ortsrat. Sie üben Kritik an den Planungen der Gemeinde im Hinblick auf das Baugebiet "Küstergarten/Schwarzer Weg" am Ortsrand von Hittfeld. Wie berichtet, hatte das Planungsbüro Mehring vor einigen Wochen vier Varianten zur Bebauung des Gebietes vorgestellt. Variante C und D mit jeweils rund 100 Bauplätzen werden nach dem Willen des Gemeinderates derzeit genauer angeschaut. Dabei hatte es seitens der Bürger zuvor ein deutliches Votum gegen eine großflächige und für eine moderate Bebauung gegeben.
Diese Idee verfolgen auch die Hittfelder Grünen. Neben dem geäußerten Bürgerwillen ist für sie vor allem der Erhalt eines Grüngürtels das ausschlaggebende Element. "Dies wäre die letzte Möglichkeit, diese Fläche frei zu halten und so mehrere Biotope miteinander zu vernetzen", sagt Nobis. Bei den Diskussionen um den Flächennutzungsplan der Gemeinde Seevetal ginge es schließlich auch darum, Flächen festzulegen, die man nicht "anpacken" will, sondern die eine Art Bestandsschutz erhalten sollen.
Das Planungsbüro hatte bei der Vorstellung der Pläne vor allem auch mit finanziellen Aspekten argumentiert. "Aber man kann nicht immer nur nach monetären Grundsätzen handeln", sagt Hans-Joachim Kiehl. Seevetal profitiere vor allem auch von seiner naturnahen Lage, diese müsse bewahrt werden. "Uns ginge in Hittfeld durch eine so großflächige Wohnbebauung in dem Areal ganz viel verloren", so Nobis.
Statt überall Neubaugebiete auszuweisen, plädieren die beiden Grünen-Politiker für eine gezielte Nachverdichtung. "Sicher ist das etwas komplizierter und für die Gemeinde weit weniger planbar, aber Möglichkeiten gäbe es genug", sagt Gerhard Nobis.
Auch seitens der Freien Wähler hatte es schon harsche Kritik an der ins Auge gefassten großflächigen Bebauung der Fläche gehagelt. Sie hatten einen eigenen Antrag gestellt, in dem dafür plädiert wurde, in dem Areal zwischen "Schwarzer Weg" und "Am Göhlenbach" eine Kombination aus Wald, Landwirtschaft und eventuell einer kleinflächigen Wohnbebauung zuzulassen. Dieser war jedoch gescheitert.