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Baugebiet Maschen-Ost: Weitere Informationen sind nötig

"Die Lärmbelastung in Seevetal ist überall hoch", so Fred Patzwaldt

Planungsausschuss vertagt Beschlussempfehlung

kb. Seevetal. Wohngebiet vielleicht, Gewerbegebiet erst einmal nicht: So das Fazit der Beratung des Planungsausschusses der Gemeinde Seevetal über eine mögliche Bebauung der Fläche hinter der Aral-Tankstelle in Maschen zwischen Winsener Straße und Homsstraße. Hintergrund: Im alten Flächenutzungsplan ist das betreffende Areal komplett als Wohngebiet ausgewiesen, im vergangenen Jahr war ein Investor aufgetaucht, der die Fläche gerne entwickeln würde. Eine Prüfung des insgesamt rund 8 Hektar großen Gebietes im Auftrag der Verwaltung ergab jetzt, dass eine Wohnbebauung allenfalls auf rund 3,5 Hektar im nördlichen Bereich möglich ist. Schuld an dieser Einschränkung sei die erhebliche Lärmbelastung durch den Verkehr auf A1 und Winsener Landstraße. Im südlichen Bereich der Fläche wäre allerdings ein kleineres Gewerbegebiet denkbar.
Die zeitnahe Entwicklung dieses Gewerbegebietes nördlich der Winsener Straße stieß bei den Ausschussmitgliedern auf wenig Gegenliebe. Der Grund: Südlich der Winsener Straße ist langfristig ebenfalls eine Gewerbeansiedlung geplant. Hier mache es Sinn, so die einhellige Meinung, beide Flächen und die nötige Infrastruktur gleichzeitig zu entwickeln.
Walter Schulz (CDU) machte schließlich einen Vorschlag, auf den sich alle einigen konnten: Die Gemeinde solle sich zunächst auf die Wohnbebauung konzentrieren und die Entscheidung über das Gewerbegebiet später treffen. Den Beschluss das Bauleitverfahren entsprechend dieser Variante einzuleiten, traf der Ausschuss dennoch nicht. Er beauftragte die Verwaltung, zunächst einmal die Kosten für die Entwässerung des möglichen Wohngebietes zu klären, inklusive der Option, später Gewerbeflächen anzubinden.
Das größte Kopfzerbrechen bereitete den Ausschussmitgliedern die Lärmbelastung in dem Areal. "In den kommenden Jahren müssen wir doch sicher mit einem noch höheren Verkehrsaufkommen rechnen. Ist da eine Wohnbebauung überhaupt möglich?", fragte Gerhard Nobis (Grüne). In der Gemeinde ist Lärm ein allgemeines Problem: "Wir liegen in Seevetal in jeder besiedelten Fläche über den Grenzwerten. Wenn wir uns starr daran orientieren, käme das einem Entwicklungsverzicht gleich", weiß Fred Patzwaldt, Leiter der Planungsabteilung. Wohnraum werde jedoch dringend gebraucht, so Klaus-Dieter Kirchhof (SPD).