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Baugebiet "Nördlich Göhlenbach" erneut in Diskussion / Fläche soll erweitert werden

Das geplante Baugebiet „Nördlich Göhlenbach“: Eingezeichnet sind die gewünschte Seniorenanlage und die zusätzliche Fläche im Nord-Osten (dunkel-rot) (Foto: Gemeinde Seevetal / MSR)
kb. Seevetal. Seit Jahren diskutiert die Politik in Seevetal über das Baugebiet „Nordlich Göhlenbach“ in Hittfeld, am heutigen Mittwoch steht das Thema wieder auf der Tagesordnung im Umwelt- und Planungsausschuss. Nachdem es in der Vergangenheit vor allem um das Ausmaß der Wohnbebauung und zuletzt um die geplante Zuwegung ging, steht jetzt erneut die Fläche, auf der gebaut werden soll, zur Diskussion.
Hintergrund: Politik und Verwaltung - und auch viele Seevetaler - würden es begrüßen, wenn im Baugebiet „Nördlich Göhlenbach“ eine Seniorenwohn- und -pflegeeinrichtung gebaut würde. Erste Gespräche wurden mit dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) geführt, dessen Konzept in Hanstedt auf Begeisterung stieß. Dort betreibt das DRK das „Haus am Steinberg“. Ob das DRK aber tatsächlich nach Hittfeld kommt, ist noch völlig unklar. „ich habe aus der Politik den Auftrag bekommen, Gespräche mit verschiedenen gemeinnützigen Trägern zu führen“, sagt Seevetals Bürgermeisterin Martina Oertzen. Und auch Roger Grewe, Kreisgeschäftsführer DRK-Harburg-Land, teilte auf WOCHENBLATT-Nachfrage mit, dass überhaupt noch nichts entschieden sei.
Fest steht aber: Für den Bau einer Senioreneinrichtung egal welchen Betreibers würde ein Areal für die Wohnbebauung wegfallen. Diese Fläche soll jetzt, so sieht es der Vorschlag der Verwaltung vor, durch zusätzliche Flächen im Nordosten des geplanten Baugebietes kompensiert werden. Durch die Erweiterung stünden insgesamt rund 57 Grundstücke für Einfamilien- und Doppelhäuser zur Verfügung. Das zusätzlich anfallende Oberflächenwasser könnte ins bereits konzipierte Regenrückhaltebecken geleitet werden.
Ausschussvorsitzender Norbert Fraederich (CDU) hält die Erweiterung grundsätzlich für sinnvoll. „Wenn dort eine Seniorenanlage gebaut wird, was allein von der Lage her ideal wäre, brauchen wir Ersatzflächen für die Wohnbebauung“, so Fraederich. Die SPD möchte, dass das Thema noch einmal im Ortsrat beraten wird, so der Fraktionsvorsitzende Klaus-Dieter Kirchhoff. Gegen eine Ausweitung des Baugebietes sprechen sich die Freien Wähler aus. „Wir waren von Anfang an gegen eine Bebauung der nördlichen Flächen, das sehen wir nach wie vor so“, sagt der Fraktionsvorsitzende Willy Klingenberg. Außerdem sei noch völlig fraglich, wie groß die Fläche wäre, die die Seniorenwohnanlage wirklich beansprucht. „Da brauchen wir erst einmal Fakten“, so Klingenberg.