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Bedarf an Kita-Plätzen steigt stark an

Dr. Norbert Wilezich und Martina Oertzen (links) reichen Kita-Leiterin Janina Otter den symbolischen Schlüssel zur neuen Kindertagesstätte in Ramelsloh Fotos: ts

Gemeinde Seevetal lässt neuen Kindergarten in Ramelsloh erstmals in der schnellen Holzrahmenbauweise errichten / Nur acht Monate Bauzeit

ts. Ramelsloh. Seevetals Bürgermeisterin Martina Oertzen und Ortsbürgermeister Norbert Wilezich haben den Kindergartenneubau an der Ohlendorfer Straße in Ramelsoh feierlich eröffnet. Den Betrieb in dem Gebäude in unmittelbarer Nachbarschaft zur Tennishalle hat das Deutsche Rote Kreuz bereits im Januar aufgenommen. Der Grund für den verspäteten Festakt: Die 13 Erzieherinnen und 55 Kinder sollten sich in Ruhe einleben.
1,3 Millionen Euro hat der Kindergartenneubau gekostet. Eigentümerin ist die Gemeinde Seevetal. An den Kosten haben sich der Bund mit 360.000 Euro und der Landkreis Harburg mit 82.500 Euro beteiligt. Auf 632 Quadratmetern sind zwei Krippengruppen mit insgesamt 30 Kindern (bis zu drei Jahre alt) und eine sogenannte Elementargruppe mit 25 Kindern (drei bis sieben Jahre alt) untergebracht.
Der Bedarf an Plätzen in Kindertagesstätten in Seevetal nehme stetig zu. Die Nachfrage nach Plätzen in der Ganztagsbetreuung sei "explosionsartig" gestiegen, sagte Martina Oertzen. Zusätzliche Betreuungsangebote wird die Gemeinde im August in Maschen und Glüsingen schaffen.
Zum ersten Mal in ihrer Geschichte hat die Gemeinde Seevetal den Auftrag vergeben, einen Kindergartenneubau in Holzrahmenbauweise zu errichten. Dabei werden vorgefertigte Bauteile verarbeitet. So gelang der Firma Gottschalk Holzbau aus Rosengarten, das Gebäude in nur acht Monaten Bauzeit fertigzustellen. "Nach der klassischen Methode 'Stein auf Stein' wären es voraussichtlich 18 Monate gewesen", sagte Martina Oertzen.
Mit dem Neubau in Ramelsloh kann die Gemeinde Seevetal insgesamt 402 Krippenplätze und 1.198 Elementarplätze anbieten, davon sind 705 Ganztagsplätze. Nach Angaben der Verwaltung liegt die Betreuungsquote bei den ein- bis dreijährigen Kindern bei etwa 55 Prozent. Die etwa 90 Plätze in der Tagespflege mit einberechnet, erhöht sich die Quote auf annähernd 68 Prozent.
Sieben Millionen Euro werde die Gemeinde im Jahr 2018 für ihre Kindertagesstätten ausgeben. Mit dem Elternanspruch auf kostenlose Kindergartenplätze erwartet die Bürgermeisterin steigende Kosten.