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Bellandris Matthies, Kuhn+Witte, "100-Jähriger": So ist der aktuelle Stand

Am neuen Matthies-Standort in Emmelndorf rollen die ersten Baumaschinen
kb. Seevetal. Nach teils jahrelangen Diskussionen und Planungen war die Politik in Seevetal im vergangenen Jahr recht entscheidungsfreudig: Mit dem Audi-Zentrum plus Kreisel in Fleestedt, der Neugestaltung des Areals rund um das Traditions-Gasthaus „Zum 100-jährigen“ in Hittfeld und dem Neubau des „Bellandris Matthies Gartencenters“ ebenfalls plus Kreisel an der L213 in Emmelndorf wurden gleich drei Großprojekte auf den Weg gebracht. Während in Fleestedt und Emmelndorf bereits Baufahrzeuge rollen, ist in Hittfeld noch nichts Sichtbares passiert. Das WOCHENBLATT hat nachgefragt. Wie ist der aktuelle Stand bei den Verfahren?

Bellandris Matthies in Emmelndorf:
„Die Baugenehmigung für unseren neuen Standort liegen vor, derzeit finden die ersten Tiefbauarbeiten statt“, sagt Carsten Matthies. Dem Unternehmer kommt beim ursprünglichen Zeitplan, der die Eröffnung in Emmelndorf für Frühjahr 2019 vorsah, die Baustelle an der Brücke im Maschener Kreuz in die Quere. „Wegen der geplanten Umleitung, die über die L213 führt, können wir mit dem Bau des Verkehrskreisel erst im Frühjahr 2019 beginnen, unsere Eröffnung haben wir deswegen auf Oktober 2019 geschoben“, so Matthies weiter. Er sei zuversichtlich, dass die Landesverkehrsbehörde die Brückensanierung zügig durchführt. „Wir haben uns mit dem neuen Termin arrangiert. Der Vorteil für uns ist, dass wir nun etwas mehr Zeit für den Umzug bekommen“, so Matthies.
Die Entscheidung über eine Nachnutzung des derzeitigen Firmenstandorts im Gewerbegebiet „An der Reitbahn“ sei noch nicht gefallen. „Der Standort sieht keinen Einzelhandel vor, wir haben damals als ortsansässiger Betrieb eine extra Genehmigung für den Handel von Gartenartikeln bekommen“, sagt Carsten Matthies. „Somit wird es vermutlich auf Logistik oder Produktion hinauslaufen. Interessenten können sich gerne melden“, so Matthies.
Am Bau des neuen Kreisels ist auch die Gemeinde Seevetal beteiligt. Hier hat man einen Baubeginn in 2018 noch nicht gänzlich abgeschrieben. „Wir werden im Sommer sehen, ob die Umleitung tatsächlich zu deutlich mehr Verkehr führt. Wenn dies nicht der Fall ist, wäre ein Baustart in diesem Jahr noch denkbar, ansonsten aber in 2019“, sagt Gemeindesprecher Andreas Schmidt. In jedem Fall schon in diesem Frühjahr werden erste Baumaschinen rollen, um eine Umleitungsstrecke für Emmelndorf-Siedlung herzustellen.

Audi-Zentrum in Fleestedt:
Schon sei einigen Wochen sind auf dem Areal für das geplante Audi-Zentrum von Kuhn+Witte im Dreieck Hittfelder Landstraße/Winsener Landstraße/Jesdal größere Erdarbeiten sichtbar. Wie beim Matthies Neubau, beteiligt sich die Gemeinde Seevetal auch in Fleestedt am Bau eines Kreisels, in diesem Fall an der Kreuzung Jesdal/Winsener Landstraße. „Eine konkrete Zeitplanung für die Maßnahme liegt jedoch noch nicht vor“, sagt Andreas Schmidt. Der Baustart seitens der Gemeinde sei im Wesentlichen davon abhängig, wie schnell die Vorarbeiten für den Kreisel abgeschlossen seien. Zuständig dafür ist Kuhn+Witte. Denkbar sei, die Maßnahme noch in diesem Jahr anzugehen. „Aber auch hier werden wir die Situation im Zuge der Umleitung auf die L213 beobachten und das weitere Vorgehen davon abhängig machen“, sagt Schmidt.

Neugestaltung Ortsmitte Hittfeld/“Zum 100-jährigen“:
Ein neuer Aldi-Markt, die Erweiterung des bestehenden Edeka-Marktes, der Erhalt und die Wiederinbetriebnahme des „100-jährigen“ und Wohnungsbau -  das alles soll in Hittfeld im Bereich der Harburger Straße passieren. Im vergangenen Sommer bekam die Unternehmensgruppe May & Co. den Zuschlag für ihr Konzept, doch schon damals war klar: Bis die ersten Baumaschinen rollen, wird es noch dauern. Am 13. März wird im Planungsausschuss (ab 17 Uhr im Rathaus) über den Aufstellungsbeschluss abgestimmt. Danach folgt die öffentliche Beteiligung. Ebenfalls Thema im Ausschuss ist der Plan der Familie Steinwehe, auf einem rund 5.000 Quadratmeter großen Areal auf der gegenüberliegenden Seite an der Jesteburger Straße eine neue Hofstelle mit einem Wohn- und Gästehaus, einer Werkstatt sowie einer Halle mit Remise zu bauen. Hintergrund: Die jetzige Hofstelle der Steinwehes an der Harburger Straße wird durch das Bauvorhaben rund um den „100-jährigen“ komplett überbaut bzw. anders genutzt. Der Bau der Hofstelle ist Voraussetzung für die Neugestaltung des vorhandenen Geländes und müsste zeitlich vor dem Bau des geplanten Aldi-Marktes erfolgen. Um die künftige Hofstelle zu realisieren, muss neues Baurecht geschaffen werden - z.B. indem das Areal in das Plangebiet mit einbezogen wird.