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Bürgermeisterkandidaten in Seevetal: Aus zwei mach vier!

Friedrich Becker (Mitte) vom "Liberalen Kreis" hatte Martina Oertzen und Ulrich Sauck zur Diskussion eingeladen

Zahl der Bürgermeisterkandidaten in Seevetal hat sich verdoppelt / Sauck und Oertzen stellten sich Bürgerfragen

kb. Seevetal. Der Wahlkampf zur Bürgermeisterwahl in Seevetal nimmt Schwung auf. Am 22. September wird parallel zum neuen Bundestag der Nachfolger von Gemeindeoberhaupt Günter Schwarz gewählt, der sich in den Ruhestand verabschiedet. Zunächst sah es so aus, als ob sich die Wähler nur zwischen SPD-Mann Ulrich Sauck (55) und Martina Oertzen (49) von der CDU entscheiden müssen, jetzt buhlen noch zwei weitere Bewerber um die Gunst der Wähler: Peter Metelski (57), der für die Freien Wähler antritt, und der freie Kandidat Willi Cramer (58).
Beide sind politisch eher unbeleckt, aber deswegen nicht weniger motiviert. "Viele Menschen ärgern sich nur über die Politik, ich will zeigen, dass jeder die Möglichkeit hat, sich zu beteiligen", sagt Willi Cramer. Die 200 Unterschriften für die Zulassung seiner Kandidatur hat der Künstler, den viele durch sein Engagement für das Projekt "Bunter Bahnhof" in Maschen kennen, schon zusammen.
"Ich möchte für mehr Bürgernähe und mehr Effizienz eintreten", sagt Immobilienmakler Peter Metelski. Ihm liegt außerdem die Ausweitung des kulturellen Angebots in der Gemeinde am Herzen. Seinen Teil trägt der gelernte Kaufmann bereits dazu bei: Seit sieben Jahren organisiert er die Konzertreihe "Back to Jack" im Meckelfelder Helbach-Haus.
Ulrich Sauck und Martina Oertzen lassen sich von den neuen Konkurrenten nicht aus der Ruhe bringen. In der vergangenen Woche stellten sie sich auf Einladung des "Liberalen Kreises" interessierten Bürgern erstmals gemeinsam bei einer Diskussionsveranstaltung svor. Fragen gab es vor allem zur aktuellen Haushaltslage und zum Schuldenstand der Gemeinde, zum öffentlichen Personennahverkehr aber auch zur persönlichen Motivation der beiden, bei der Wahl anzutreten. "Bei mir ist es Leidenschaft. Man kann selber etwas gestalten, das macht mir Spaß," so Martina Oertzen. Für Ulrich Sauck steht die Freude daran, verschiedene Menschen zum Wohl der Gemeinde zusammenzubringen, im Vordergrund. "Ich glaube, dass ich dafür ein Talent habe", so Sauck. Auch wenn er und Oertzen sich nicht in allen Punkten völlig einig waren, wirklich gegensätzliche Positionen konnten die Fragen der Bürger bei den Bewerbern nicht herauskitzeln. Kein Zufall: "Der Bürgermeister sollte sein Amt unabhängig von Parteiinteressen ausüben und in der Lage sein, einen Konsens herzustellen", so Ulrich Sauck.
Übrigens: Dass sich die Riege der Kandidaten auf vier erweitert hat, bringt nicht nur mehr Spannung in den Wahlkampf. Für den wahrscheinlichen Fall, dass keiner der Kandidaten im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit erreicht, sind für Sonntag, 6. Oktober, bereits Stichwahlen angesetzt.
• In Kürze stellt das WOCHENBLATT die einzelnen Kandidaten in Interviews vor.