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CDU und FDP wollen Dorfgemeinschaftshaus für Hittfeld

Norbert Fraederich (v. li.), sein CDU-Parteikollege Karsten Friedling und Jens Schnügger von der FDP präsentierten die Ideen zum "Treffpunkt Hittfeld"
kb. Hittfeld. Das geplante Wohngebiet "Nördlich Göhlenbach" in Hittfeld weckt erste Begehrlichkeiten: Ein Stück vom Kuchen der zu erwartenden Einnahmen - das Baugebiet liegt auf gemeindeeigenen Flächen - soll im Ort selbst investiert werden. Das fordert die Ortsratsgruppe CDU/FDP. Sie möchten, dass ein Grundstück in dem Wohnbaugebiet für eine Art Dorfgemeinschaftshaus (Arbeitstitel "Treffpunkt Hittfeld") reserviert und das Haus später aus den Einnahmen der Grundstücksverkäufe bezahlt wird. "Für uns ist es selbstverständlich, dass ein Teil der Summe im Ort bleibt", sagt Ortsbürgermeister Norbert Fraederich (CDU). Eine weitere Möglichkeit, Einnahmen für den Bau eines Begegnungszentrums zu generieren, sei z.B. auch der Verkauf der Flächen, auf denen derzeit noch das Feuerwehrhaus steht. "Das lässt sich ohne große Schwierigkeiten gestalten", ist sich der Ortsbürgermeister sicher.
Der Neubau einer Begegnungsstätte in Zeiten leerer Gemeindekassen - diese Idee wird auf Gegenwind stoßen. Das wissen auch Fraederich und seine Mitstreiter. Aber: Einen Neubau in den nächsten zwei, drei Jahren wollen sie gar nicht. "Wir möchten zunächst nur die Zusage für eine geeignete Fläche, die Begegnungsstätte könnte dann mittelfristig in fünf bis zehn Jahren gebaut werden", sagt Fraederich. "Wir haben jetzt die einmalige Chance, aus dem Vermögen des Ortes etwas für den Ort zu nehmen", so der Bürgermeister, der sich ein ähnliches Modell auch für andere Ortsratsbereiche vorstellen könnte.
Doch warum braucht Hittfeld überhaupt einen solchen Treffpunkt? Gibt es mit der Burg Seevetal nicht ein großes Veranstaltungszentrum, dass diesen Bedarf abdeckt? "Nein", sagt Norbert Fraederich. Die Burg Seevetal sei für diese Zwecke nicht geeignet und zudem auf Mieteinnahmen angewiesen. Derzeit findet der Seniorentreff noch im Feuerwehrhaus statt, das wird jedoch über kurz oder lang abgerissen. Das Gemeindehaus der Kirche ist nicht barrierefrei. "Wir wünschen uns schon seit 25 Jahren einen Treffpunkt für die Bürger", sagt Fraederich. Dieser müsse gar nicht besonders groß sein. "Wir stellen uns ein ganz 'normales' Haus mit einigen Räumen und vielleicht einer Küche vor, mit Trennwänden könnte man die Raumgrößen variieren", so Fraederich. Ein solches Dorfhaus, wie es ihn z.B. auch in Maschen gibt, sei wichtig für die Dorfgemeinschaft.
Die Idee für den Treffpunkt wird jetzt in den zuständigen politischen Gremien vorgestellt, hier erwartet Fraederich hauptsächlich Einwände wegen der Finanzierung. Auf wenig Gegenliebe sind bereits vor der Präsentation im Umwelt- und Planungsausschuss die drei möglichen Standorte für das neue Feuerwehrgerätehaus in unmittelbarer Nähe zum neuen Wohngebiet "Nördlich Göhlenbach" gestoßen (das WOCHENBLATT berichtete). Die Gruppe CDU/FDP aus dem Hittfelder Ortsrat sprach sich bereits im Vorfeld gegen zwei der drei Möglichkeiten aus, lediglich das Areal auf dem Gelände des derzeitigen Meyermannshofes sei denkbar, so Fraederich. Kritik an den beiden übrigen Standorten äußern auch die Grünen. "Wir wollen dort, wie ursprünglich geplant, eine durchgehende Grünfläche erhalten", so Ratsmitglied Gerhard Nobis. Mehr zur Sitzung des Planungsausschusses lesen Sie am Samstag im WOCHENBLATT.