Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Dauerthema Decatur: Hamburgs FDP-Chefin Katja Suding nimmt Seevetals größtes Sorgenkind in Augenschein

Gute Miene auf der altersschwachen Decatur-Brücke (v. li.) FDP-Kreisvorsitzender Jens Schnügger, Katja Suding, Martina Oertzen und Alexander Köhn, FDP-Ortsvorsitzender
kb. Seevetal. "Das Wasser steht uns bis zum Hals." Mit diesen deutlichen Worten schilderte Seevetals Bürgermeisterin Martina Oertzen jetzt der Hamburger FDP-Landeschefin Katja Suding die Situation an der Decatur-Brücke in Maschen. Suding war auf Einladung der Seevetaler Liberalen in die Gemeinde gekommen - eine Stippvisite führte sie dabei zu Seevetals größtem Sorgenkind - der maroden Brücke über dem Rangierbahnhof Maschen, die ab 1. Oktober komplett für jeglichen Verkehr gesperrt werden wird.
Derzeit sucht die Gemeinde Seevetal mit Hochdruck nach Lösungen für die Probleme, die durch die Brückensperrung entstehen werden. Dazu gehört vor allem auch der Pendlerverkehr. Mit der Sperrung wird der Bahnhof Maschen nur noch von Hörstener Seite aus erreichbar sein. Die Pendler, die aus Maschen kommen, werden sich umorientieren müssen. "Vielen ist das überhaupt noch nicht klar", vermutete FDP-Ortsvorsitzender Alexander Köhn. Martina Oertzen kündigte an, dass in Kürze eine Befragung der Autofahrer stattfinden wird, die derzeit noch den Parkplatz am Bahnhof in Maschen nutzen. "Wir wollen herausfinden, woher die Pendler kommen und wie die Verkehre fließen", so Oertzen. Ab Oktober werden sich die Bürger umstellen und entweder andere Bahnhöfe nutzen oder erhebliche Umwege in Kauf nehmen müssen. Und das über Jahre.
Ein weiteres Problem ist die Erreichbarkeit des Geländes von DB Schenker. "Wir haben uns bereits mehrfach mit der Bahn getroffen, um zu schauen, ob es eine Möglichkeiten gibt, eine Verbindung über das Bahngelände zu schaffen", berichtete Oertzen. Die Bürgermeisterin bemängelte auch noch einmal die mangelnde Unterstützung durch das Land. "Ich fühle mich mit dem Problem allein gelassen", so Oertzen.
FDP-Gemeinderatsmitglied Friedrich Becker bat Suding, das Thema mit in die Hamburger Politik zu nehmen.
• Wie bereits berichtet, findet am Mittwoch, 10. August, um 18 Uhr im Schützenhaus Maschen eine Infoveranstaltung zur Decatur-Brücke für alle Bürger statt. Dann wird die Gemeinde ausführlich über den aktuellen Stand berichten.

Kommentar:


Vorbereitung? Mangelhaft!

Die Kommunalwahlen rücken näher, da sind Parteigrößen gern gesehene Gäste, um ein wenig die Werbetrommel für die Kollegen an der Basis in Orts- und Gemeinderäten zu rühren. Das dachte sich wohl auch die FDP in Seevetal. Katja Suding, stv. Bundesvorsitzende der Liberalen aus Hamburg, hatte dafür nicht viel Zeit eingeplant. Quasi im Laufschritt wurde innerhalb von nur rund zwei Stunden die Decatur-Brücke in Augenschein genommen, eine Betriebsbesichtigung absolviert und die Wassermühle Karoxbostel besucht. Vielleicht dachte sich Frau Suding, dass es bei dem Tempo nicht weiter auffällt, wenn man sich nicht vorbereitet. Anders kann ich mir ihre Frage an Martina Oertzen im Hinblick auf die Decatur-Brücke nicht erklären. Woran es denn hake, wollte Suding wissen. "Warum repariert man die Brücke nicht?" Man kann sicher nicht erwarten, dass sich Frau Suding in jedes Detail der Seevetaler Kommunalpolitik einarbeitet, aber hier hätte ein Blick ins Internet gereicht, um zu wissen, dass die Brücke nicht repariert werden kann und damit überhaupt erst alle Probleme rund um Sperrung und Abriss verursacht werden. Ich finde, so viel kann man erwarten. Katja Bendig