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Decatur-Brücke: FDP fordert Nachbesserung bei Erfassung der Pendler-Entwicklung

Alexander Köhn (FDP Seevetal) (Foto: Gemeinde Seevetal)
kb. Seevetal. kb. Seevetal. „Die tatsächlichen Verkehrsströme müssen gezählt und die Bahn-Nutzer an allen Bahnhöfen in Seevetal, aber auch in Stelle befragt werden“, fordert Alexander Köhn (FDP), Mitglied im Wege- und Verkehrsausschuss der Gemeinde Seevetal. Die FDP-Seevetal hat sich mit einem diesbezüglichen Antrag an den Ausschuss gewandt. Die Liberalen bemängeln, dass bei der bisherigen Grundlagenermittlung des Planungsbüros Sweco zu den Auswirkungen der Sperrung der Decatur-Brücke nur ein Bruchteil der betroffenen Pendler berücksichtigt wurden.
„Nur 596 Personen haben sich geäußert, tatsächlich gibt es aber rund 21.000 Ein- und Auspendler in Seevetal“, so Köhn. „In der Vorstellung und in den uns zur Verfügung gestellten Unterlagen fehlt uns eine genauere Betrachtung des Bahnhofes Hittfeld als Alternativbahnhof und eine Beurteilung des Bahnhofes Stelle als Ausweichstation. Eine Beurteilung der veränderten Verkehrsströme hat auch nicht stattgefunden“, so Köhn. Es sei momentan davon auszugehen, dass der Großteil der Bevölkerung aus Maschen, Ramelsloh, Horst und Ohlendorf auf eben diese beiden Bahnhöfe ausweicht. Das zeige auch die angespannte Parksituation am Bahnhof in Hittfeld.
Der Wege- und Verkehrsausschuss folgte auf seiner Sitzung am Donnerstag dieser Ansicht und stimmte einstimmig dafür, dass der Beirat ein Verfahren entwickeln soll, wie die Daten erhoben werden können. Durch eine Pendlerbefragung kämen allerdings auch weitere Kosten auf die Gemeinde zu, denn diese Maßnahme ist bisher nicht in der Vereinbarung mit der Sweco enthalten.
Das Thema Decatur-Brücke bewegt nach wie vor die Gemüter, wie die Einwohnerfragestunde zeigte. Besonders die Tatsache, dass Land und Bund sich bei dem Thema bisher eher zurückhalten, führt zu Unmut. „Müssen wir uns erst auf die Schienen legen, damit die reagieren?“, wollte ein Bürger wissen.
Wie es im Entscheidungsprozess rund um die Brücke nun weitergeht, lesen Sie am Mittwoch im WOCHENBLATT.