Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Der Wirtschaftsminister diskutiert mit Seevetaler Schülern

Ganz nah dran am Wirtschaftsminister: Bernd Althusmann spricht mit Schülern des Gymnasiums Meckelfeld (Foto: ts)



Am EU-Projekttag besucht Bernd Althusmann die Gymnasien in Meckelfeld und Hittfeld, um bei jungen Leuten für Europa zu werben.

(ts). In einem Gespräch mit Schülern am Gymnasium Meckelfeld hat Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) für eine gesamteuropäische Entwicklungshilfepolitik geworben. Angesichts von Kriegen, Korruption und flüchtenden Menschen auf dem afrikanischen Kontinent stellte er den Erfolg nationaler Entwicklungshilfepolitik infrage.
Gleichzeitig machte Althusmann den Schülern deutlich, dass die Zukunft der Europäischen Union eng mit dem Schicksal Afrikas verbunden sei. "Im Jahr 2050 wird jeder vierte Mensch auf der Welt ein Afrikaner sein. Das Thema Flüchtlingskrise wird uns weiter beschäftigen", sagt er. Bernd Althusmann hatte drei Jahre lang in Namibia und Angola gelebt.
An dem bundesweiten, mittlerweile 12. EU-Projekt Tag hat Niedersachsens Wirtschaftsminister und stellvertretender Ministerpräsident Bernd Althusmann mit den 100 Schülern der zehnten Klassen am Gymnasium Meckelfeld über die Europäische Union diskutiert. Die Flüchtlinge in die Staaten der EU und die EU-Außenpolitik waren dabei Themen.
Zuvor hatte Bernd Althusmann das Gymnasium Hittfeld besucht und mit 300 Schülern des zehnten und elften Jahrgangs gesprochen.
Ob wirklich alle in Deutschland lebenden Flüchtlinge, die einen Aufenthaltsstatus erworben haben, ihre Familien nachholen dürfen, wollte eine Schülerin wissen. Althusmann gab zu, dass diese Frage in der Bundesregierung zwischen CDU/CSU und der SPD umstritten sei. Und seine Meinung dazu? Integration setze voraus, dass Menschen die Grundwerte der Bundesrepublik akzeptieren. Das seien zum Beispiel die Gleichberechtigung der Frau in der Gesellschaft, die Meinungs- und Pressefreiheit, antwortete Althusmann. "Das ist meine Meinung, Sie müssen sie nicht teilen", bettelte er beinahe um Widerspruch.
Kontroversen eröffneten sich dennoch nicht. Offenbar waren die Zehntklässler von dem eloquenten Berufspolitiker zu beeindruckt. Einmal regte sich dann doch Widerspruch: Als Bernd Althusmann einen EU-Beitritt der Türkei, so wörtlich, "im Moment für völlig ausgeschlossen" bezeichnete, gab ein Gymnasiast zu bedenken: "Die EU könnte es nicht verkraften, wenn sich die Türkei mit den arabischen Staaten zusammentäte."
In der Frage seien nicht die Handelsbeziehungen entscheidend, antwortete Althusmann dem Jungen. Die EU sei eine Wertegemeinschaft. Und dazu passe kein politisches System, dass auf dem Weg zu einem Einparteiensystem sei. Der EU-Projekttag findet bundesweit statt - in Niedersachsen in diesem Jahr am 4. Mai. Politiker besuchten dazu Schulen. Ziel ist es, durch Diskussionen das Interesse der Schüler an der Europäischen Union (EU) zu wecken und das Verständnis für die EU zu stärken. EU-Projekttag