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Einzelhandelspläne für Ramelsloh: Ministerium kassiert B-Plan

Zu früh gefreut: Im März schien es, als könnten auf dem Areal neben Knolles Markt an der Ohlendorfer Straße bald die Bagger rollen. Nun liegen die Pläne auf Eis
kb. Ramelsloh. Außer Spesen nichts gewesen? Wie die Gemeinde Seevetal jetzt auf WOCHENBLATT-Nachfrage bestätigt, hat das Niedersächsische Landwirtschaftsministerium den Bebauungsplan zur Ansiedlung eines Aldi-Marktes und der Erweiterung des Edeka-Marktes an der Ohlendorfer Straße in Ramelsloh wegen raumordnerischer Bedenken einkassiert. Das Ministerium habe im Rahmen einer Anhörung darum gebeten, den B-Plan nicht in Kraft treten zu lassen, so Gemeindesprecher Andreas Schmidt. "Ich bin sehr verwundert über dieses Vorgehen, insbesondere über den Zeitpunkt", so Seevetals Bürgermeisterin Martina Oertzen. Seit sieben Jahren würde das Thema auf den verschiedensten politischen Ebenen diskutiert. "Dieses Eingreifen kurz vor Abschluss ist unverständlich", so Oertzen.
In der Tat hatten die Bedenkenträger mehr als genug Zeit, sich in die Diskussion um die Ansiedlung des Discounters auf 1.000 Quadratmeter und die Erweiterung von Knolles Markt auf 3.000 Quadratmeter einzumischen. Seit 2009 hatte das Thema immer wieder auf der politischen Agenda gestanden, über 20 Planungsentwürfe waren erstellt und wieder verworfen worden, bis im Sommer 2014 endlich eine für alle Seiten zufriedenstellende Lösung gefunden wurde. Ein Formfehler im Rahmen der F-Plan-Änderung führte dann noch einmal zu einer Verzögerung. Die Planungsunterlagen kamen erneut in die öffentliche Auslegung, wieder musste der Gemeinderat abstimmen. Im März diesen Jahres erfolgte dann endlich das Okay aus der Kreisverwaltung.
Neben der Ansiedlung von Aldi und dem Edeka-Umbau war auch der Neubau einer gemeinsamen Filiale von Sparkasse und Volksbank geplant, hier sollte auch die Ortsverwaltung untergebracht werden. Die Zufahrt zum Discounter sollte über eine neue Bügelstraße erfolgen, um die Ohlendorfer Straße vom Verkehr zu entlasten.
Wie geht es weiter? Im Mai wollen sich zunächst Landkreis und Gemeinde Seevetal an einen Tisch setzen, um auszuloten, welche Wege nun eingeschlagen werden können. "Ich bedaure sehr, dass sich dieses moderne Zentrum in Ramelsloh nicht verwirklichen lässt, hoffe aber, dass wir das bestmögliche Ergebnis für die Bevölkerung rausholen", so Oertzen.