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Erschließung Baugebiet "Nördlich Göhlenbach": Verwaltung stößt mit Kreisel-Idee auf wenig Gegenliebe

So sieht der Vorschlag zur Erschließung aus, den die Verwaltung favorisiert: ein Kreisel am Peperdieksberg (Foto: Gemeinde Seevetal)
kb. Hittfeld. "Damit können wir uns gar nicht anfreunden" war nur eine Reaktion auf den jetzt präsentierten Vorschlag der Seevetaler Verwaltung, das geplante Wohngebiet "Nördlich Göhlenbach" in Hittfeld über einen Kreisel am Peperdieksberg zu erschließen. Wie berichtet, gibt es um die verkehrliche Anbindung des neuen Baugebietes schon länger Diskussionen. Neben der ursprünglich angedachten Verkehrsführung über den Meyermannsweg hin zur Straße "Am Göhlenbach", hatte die Gemeindeverwaltung kürzlich eine weitere Variante ausgetüfftelt: die nördliche Anbindung an den Peperdieksberg.
Wie Hittfelds Ortsbürgermeister Norbert Fraederich (CDU), der ganz klar eine Zuwegung zum Dorf forderte, konnten sich auch alle anderen Mitglieder des Umwelt- und Planungsausschusses nicht für den Verwaltungsvorschlag erwärmen. Der war u.a. mit dem Argument angepriesen worden, dass die Fahrzeuge aus dem Wohngebiet so schnell zum überörtlichen Verkehr - sprich zur L213 Richtung Harburg - geleitet werden kann.
"Ich kann das nicht ganz nachvollziehen. Morgens fahren vielleicht 100 Leute zur Arbeit, aber die Familien, die sich tagsüber mit dem Auto bewegen, das sind viel mehr", sagte Gerhard Nobis (Grüne). Auch von Klaus-Dieter Kirchhoff (SPD) kam Kritik: "Das wirkt wie ein extra Wohngebiet, ohne direkten Bezug zum Ort. Wir haben doch am Göhlenbach einen neuen Kreisel, der kann den Verkehr gut aufnehmen." Gerd Kruse (Grüne) fand, die Nord-Variante mache das neue Wohngebiet zu einem "Satelliten". Die Straße "Am Göhlenbach" sei ohnehin überdimensioniert, zusätzlicher Verkehr kein Problem.
Eine Entscheidung wollten die Ausschussmitglieder am Dienstag noch nicht treffen, stattdessen werden die Erschließungsvarianten nun noch einmal in den Fraktionen beraten. Alles spricht jedoch dafür, dass es letztendlich auf eine Zuwegung über den Meyermannsweg hinaus läuft.
• Im Wohngebiet "Nördlich Göhlenbach" sind derzeit rund 100 bis 120 Wohneinheiten geplant, im oberen Teil sollen Einfamilien- und Doppelhäuser gebaut werden, im unteren Bereich Mehrfamilienhäuser. Die Nachfrage nach Bauplätzen in Hittfeld ist groß. Schon über 100 Anfragen für das Baugebiet sind bei der Verwaltung eingegangen.