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Freie Wähler fordern ergebnisoffene Diskussion über zukünftige Nutzung der Burg Seevetal

Sehen in der Burg Seevetal zusätzliche Nutzungsmöglichkeiten (v. li.) Horst Baumann, Willy Klingenberg, Kirsten Petersen, Klaus Prigge und Irmelin Schütze von den Freien Wählern
"Konzept muss geändert werden"

kb. Seevetal. IIn der Burg Seevetal gibt es keine freien Räume, die man für einen "Treffpunkt Hittfeld" nutzen könnte: Das war kürzlich das Ergebnis einer Anfrage der Ortsratsgruppe aus CDU/FDP an die Seevetaler Verwaltung. "Diese Aussage gilt jedoch nur, solange man das Nutzungskonzept nicht ändert", sagt jetzt Willy Klingenberg, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler. Die fordern genau das: "Wir müssen die Auslastung der Burg Seevetal einer genauen Prüfung unterziehen und dann schauen, inwieweit man das Nutzungskonzept so ändern kann, dass dort auch Kapazitäten für Vereine und Institutionen frei werden", so Klingenberg.
Hintergrund: Die CDU/FDP-Ortsratsgruppe hatte vor Kurzem den Bau eines "Treffpunkt Hittfeld" gefordert, einer Art Dorfgemeinschaftshaus, dass u.a. vom DRK, von Senioren aber auch anderen Gruppen genutzt werden soll. Dafür soll, wenn es nach CDU und FDP geht, im Baugebiet "Nördlich Göhlenbach" zunächst einmal ein Grundstück reserviert werden. Der Bau des Hauses selbst soll angesichts der angespannten Haushaltslage der Gemeinde erst längerfristig erfolgen. Im Umwelt- und Planungsausschuss stieß die Idee auf parteiübergreifende Ablehnung. Tenor: Es solle zunächst einmal überprüft werden, ob nicht die Burg Seevetal für solche Zwecke genutzt werden kann.
Für Willy Klingenberg ist völlig unstrittig, dass es in der Burg genügend Platz gibt: "Die überregionalen Veranstaltungen, die wirklich alle Räume benötigen, finden nur selten statt." Im Zuge der notwendigen Sanierungsarbeiten an dem Gebäude könnte man zudem Umbaumaßnahmen durchführen, die neue Möglichkeiten eröffnen. "Wir müssen genau schauen, wie die Burg ausgelastet ist. Was findet hier statt? Wie lassen sich künftig verschiedene Nutzungen kombinieren?", so Klingenberg. Die Burg sei ohnehin ein Zuschussgeschäft, jährlich fließen rund 330.000 Euro Steuergelder in den Betrieb der Veranstaltungsstätte. "Wenn hier einige Tausend Euro dazukommen, ist das noch immer billiger, als wenn wir Hunderttausende in ein weiteres Gebäude investieren, das zudem auch Folgekosten nach sich zieht", so Klingenberg.
Die Freien Wähler wünschen sich, dass zunächst alle Fakten auf den Tisch kommen, um dann in eine offene Diskussion einzusteigen, bei der auch die möglichen Nutzer eines "Treffpunkt Hittfeld" mit ins Boot geholt werden. "Wir fordern, dass auch Vertreter von Vereinen und Verbänden mit in die Arbeitsgruppe eingebunden werden, die sich mit der Sanierung der Burg beschäftigt", so Ratsfrau Dr. Irmelin Schütze.
Spätestens im März soll die Arbeitsgruppe erstmals zusammenkommen. Bis dahin soll geklärt werden, welche Sanierungsmaßnahmen überhaupt notwendig sind. Es geht u.a. um Brandschutz- und Sicherheitsanlagen. Schon jetzt scheint aber klar: Ohne eine Schließung der Burg Seevetal ist die Sanierung nicht möglich.