Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

„Ich verspreche nur das, was ich auch halten kann!“

Will Gemeindebürgermeisterin werden: Martina Oertzen

Wahlkampf-Endspurt in Seevetal: Bürgermeisterkandidatin Martina Oertzen im WOCHENBLATT-Interview

kb. Seevetal. Sie ist waschechte Seevetalerin, engagiert sich seit 17 Jahren in der Kommunalpoltiik und ist Ortsbürgermeisterin von Ramelsloh, Ohlendorf und Holtorfsloh - jetzt will Martina Oertzen (CDU) Bürgermeisterin ihrer Gemeinde werden. Die 49-Jährige wurde in Ramelsloh geboren und lebt seit 23 Jahren mit ihrem Mann und ihrer 20-jährigen Tochter in Ohlendorf. Vor 17 Jahren trat Martina Oertzen in die CDU ein und wurde prompt in den Ortsrat gewählt. Seit zwölf Jahren sitzt sie auch im Kreistag, seit 2006 im Gemeinderat. Martina Oertzen hat ihre Ausbildung bei der Commerzbank absolvierte und war später als Prokuristin in der Personalentwicklung tätig. Derzeit ist sie Geschäftsführerin im Unternehmen ihres Mannes.
WOCHENBLATT: "Frau Oertzen, wann haben Sie den Entschluss gefasst, als Bürgermeisterkandidatin anzutreten?"
Martina Oertzen: "Nachgedacht habe ich darüber schon länger, die Entscheidung fiel dann im vergangenen November. Mir war aber von Anfang an wichtig: Ich trete nur an, wenn ich das Vertrauen meiner Partei habe. Am 10. April wurde ich dann einstimmig auf der Mitgliederversammlung des CDU-Gemeindeverbandes nominiert."
WOCHENBLATT: "Hat Ihr Mann Sie gleich unterstützt?"
Martina Oertzen: "Der hat gesagt ` das passt zu Dir, mach das – meine volle Unterstützung hast Du`."
WOCHENBLATT: "Was bringen Sie für das Amt mit?"
Martina Oertzen: "Ich habe jahrelange Erfahrung in der Personalführung - wie ich finde eine wichtige Voraussetzung bei 320 Teil- und Vollzeitkräften, die bei der Gemeinde arbeiten und natürlich auch die notwendigen betriebswirtschaftlichen Kenntnisse. Außerdem bin ich seit Jahren in der Kommunalpolitik tätig und gut vernetzt, bis in die Bundesgremien. Das ist wichtig, um die Interessen der Gemeinde erfolgreich vertreten zu können."
WOCHENBLATT: "Sie kennen Seevetal gut. Wo sehen Sie in den kommenden Jahren die größten Baustellen?"
Martina Oertzen: "Zum einen ist da natürlich der Kampf gegen die Rastanlage bei Meckelfeld. Wir sind eine lärmgeplagte Gemeinde und müssen unsere Bürger schützen. Da müssen wir uns als Gemeinde stark machen und unsere Position vertreten. In Sachen Flächennutzungsplan müssen wir uns entscheiden, wohin sich die Gemeinde entwickeln will. Wir wollen unsere dörflichen Strukturen behalten und müssen den demografischen Wandel berücksichtigen. Wir wollen in Seevetal attraktiv für „Jung und Alt“ sein und müssen unbedingt auch Angebote für seniorengerechtes Wohnen schaffen. Außerdem brauchen wir gesicherte Einnahmen für die Gemeindekasse um unsere Infrastruktur weiterhin finanzieren zu können. Finanziell ist die Restaurierung der Decatur-Brücke ein großes Problem, das wir nicht ohne Unterstützung von Bund und Land lösen können. Auch bei der Unterhaltung unserer gemeindeeigenen Straßen müssen wir Nägel mit Köpfen machen."
WOCHENBLATT: "Sie engagieren sich seit vielen Jahren in der Politik. Warum?"
Martina Oertzen: "Mir macht es Spaß gemeinsam mit anderen etwas zu gestalten, Dinge zu erreichen. Dabei lernt man vor allem eines: Nur im Team ist man gut."
WOCHENBLATT: "Gibt es auch frustrierende Momente?"
Martina Oertzen: "Besonders in Bezug auf Seevetal habe ich die jahrelangen Auseinandersetzungen mit der Bahn oft als frustrierend empfunden. Da kämpft man gemeinsam mit Bürgern um besseren Lärmschutz und dann kommt das Totschlagargument, dass gewisse Grenzwerte nicht erreicht wurden."
WOCHENBLATT: "Wie gestalten Sie den Wahlkampf-Endspurt?"
Martina Oertzen: "Für mich gibt es keinen Endspurt, ich mache weiter wie bisher. Ich versuche möglichst viele Menschen zu erreichen auf zahlreichen Infoveranstaltungen, an Wahlkampfständen und natürlich auch über die Homepage http://www.martina-oertzen.de und meinen Aufruf „Machen Sie mit!“. Mir ist wichtig, die Bürger einzubeziehen und sachlich zu informieren. Sie werden von mir keine Wahlversprechen hören, die ich nicht einhalten kann."
WOCHENBLATT: "Angenommen Sie werden Bürgermeisterin: Was sind Ihre ersten Schritte?"
Martina Oertzen: "Ich habe mir vorgenommen, jeden Mitarbeiter in der Verwaltung kennenzulernen und ich will die Bürger stärker einbinden. Bei mir wird es z.B. eine Bürgersprechstunde im Rathaus geben. Außerdem werde ich zügig Kontakt zur Verwaltung in Harburg aufnehmen. Die Anforderungen der Metropolregion Hamburg werden wir als Nachbarn nur gemeinsam lösen."
WOCHENBLATT: "Vielen Dank für das Gespräch."