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Interview mit Bürgermeisterkandidat Ulrich Sauck (SPD): "Lieber Dialog statt Einbahnstraße"

Giesela und Ulrich Sauck mit den Söhnen (v. li.) Tim-Lennart, Maik-Alexander und Jan-Hendrik
kb. Seevetal. Der Wahlkampf in Seevetal läuft auf Hochtouren und er ist mittendrin: SPD-Bürgermeisterkandidat Ulrich Sauck (55) lebt seit 25 Jahren in Meckelfeld, ist verheiratet und Vater dreier Söhne (16, 13 und 9). Der gelernte Groß- und Außenhandelskaufmann arbeitet seit 1988 für die Pharmaindustrie, sitzt im Betriebsrat und ist Schwerbehindertenvertreter. Im Jahr 2000 trat Sauck in die SPD ein, seit 2005 ist er stellvertretender Ortsbürgermeister von Meckelfeld. Dem Gemeinderat gehört Sauck seit 2011 an.
WOCHENBLATT: "Herr Sauck, Sie kandidieren für das Amt des Gemeindebürgermeisters. Wann fiel die Entscheidung?"
Ulrich Sauck: "Mitte letzten Jahres, nachdem ich darauf angesprochen wurde. Ich musste gar nicht lange überlegen."
WOCHENBLATT: "Was bringen Sie für das Amt mit?"
Ulrich Sauck: "Durch meine beruflichen Tätigkeiten habe ich viel Erfahrung in betriebswirtschaftlichen Abläufen, aber auch in der Personalführung. Außerdem habe ich das Talent, verschiedene Leute an einen Tisch zu bringen, um bei schwierigen Entscheidungen einen Konsens herzustellen."
WOCHENBLATT: "Bei den aktuellen Mehrheitsverhältnissen in Seevetal nicht unwichtig..."
Ulrich Sauck: "Richtig. In Seevetal kann man bei strittigen Themen nichts mit Gewalt durchdrücken. Da ist es wichtig, die Beteiligten frühzeitig an einen Tisch zu holen. Ich setze eher auf Dialog als auf Einbahnstraße."
WOCHENBLATT: "Welche Herausforderungen sehen Sie in der Zukunft auf Seevetal zukommen?"
Ulrich Sauck: "An erster Stelle steht für mich die Verhinderung der geplanten Tank- und Rastanlage bei Meckelfeld. Ich stehe voll hinter der Entscheidung, zur Not gegen die Pläne zu klagen. Dann müssen wir die Kinderbetreuung noch weiter ausbauen, um Seevetal attraktiv für Familien zu machen. Und natürlich brauchen wir mehr seniorengerechte Wohnmöglichkeiten vor Ort."
WOCHENBLATT: "Welche Ziele haben Sie sich außerdem gesetzt?"
Ulrich Sauck: "Ich will mich für besseren Lärmschutz in der Gemeinde einsetzen. Da müssen wir den politischen Druck aufrecht erhalten. Außerdem möchte ich den Wettbewerbsgedanken stärker implizieren. Als Gemeinde stehen wir in Konkurrenz zu anderen, um für die Zukunft gut aufgestellt zu sein, müssen wir noch attraktiver werden.
WOCHENBLATT: "Ihre Konkurrentin Martina Oertzen wirft im Wahlkampf auch ihre politischen Kontakte bis auf Bundesebene in die Waagschale. Die fehlen Ihnen..."
Ulrich Sauck: "Ich bin da vernetzt, wo es drauf ankommt - bei den Bürgern und den Vereinen. Die Vernetzung bis in die Bundespolitik hat uns bisher z.B. bei der Rastanlage auch nicht weitergebracht. Ich sehe es auch nicht als Nachteil an, dass ich aus der freien Wirtschaft komme. Behördenabläufe sind mir ja trotzdem nicht fremd."
WOCHENBLATT: "Wie gehen Sie den Wahlkampf-Endspurt an?"
Ulrich Sauck: "Ich will noch mehr Präsenz zeigen und das persönliche Gespräch mit den Bürgern suchen - das liegt mir mehr, als Vorträge zu halten."
WOCHENBLATT:"Vielen Dank für das Gespräch."

Lesen Sie dazu auch das Interview mit Bürgermeisterkandidatin Martina Oertzen.