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Landtagswahl: SPD liegt in Niedersachsen vorn / CDU holt alle Direktmandate im Landkreis Harburg

kb. Landkreis. Die SPD ist klarer Gewinner der Landtagswahl in Niedersachsen. Doch ob es erneut zur rot-grünen Mehrheit reicht, ist aktuell (Stand 21 Uhr) unklar. Laut aktueller Hochrechnungen kommt die SPD auf 37,1 Prozent (+4,5), die CDU landet mit 33,7 Prozent (-2,3) auf Platz zwei. Drittstärkste Kraft sind die Grünen mit 8,9 Prozent (-4,8). Die FDP erreicht 7,3 Prozent (-2,6), die AfD schafft mit 6,1 Prozent den Einzug in den Landtag und die Linke scheitert mit 4,6 Prozent an der Fünf-Prozent-Hürde. Bleibt es bei diesen Zahlen, wird es auch nach der Wahl in Niedersachsen spannend weitergehen, denn Rot-Grün würde die Regierungsmehrheit knapp verfehlen. Eine Option wäre dann die Große Koalition, denkbar wäre aber auch ein Jamaika-Bündnis unter Bernd Althusmann. Eine Ampelkoalition aus SPD, Grünen und FDP schließen die Liberalen in ersten Stellungnahmen aus.

Erststimmen:

So klar das Ergebnis, zumindest was die beiden großen Parteien angeht, auf Landesebene aussieht, so deutlich fällt es auch im Landkreis aus - nur umgekehrt. Alle drei Wahlkreise gingen an die Kandidaten der CDU. Im Wahlkreis 50 holte André Bock das Direktmandat (40,2 Prozent/alle Zahlen laut vorläufigem Endergebnis). Hendrik Frese von der SPD landete mit 32,3 Prozent auf Platz zwei. CDU-Spitzenkandidat Bernd Althusmann holte den Sitz im Wahlkreis 51 mit 38,6 Prozent nur knapp vor SPD-Kandidat Tobias Handtke (36,7 Prozent). Der Wahlkreis 52 ging mit 39,7 Prozent zwar klar an Heiner Schönecke, doch Martin Gerdau von der SPD zeigte sich zufrieden mit 31,9 Prozent Direktstimmen.

Vorläufiges Endergebnis bei den Zweitstimmen:

Wahlkreis 50:
CDU: 35,2% - SPD: 30,6% - Grüne: 10,3% - FDP: 9,1% - Linke: 4,3% - AfD: 7,4

Wahlkreis 51:
CDU: 35,1% - SPD: 31,9% - Grüne: 9,1% - FDP: 9,5% - Linke: 3,8% - AfD: 7,2

Wahlkreis 52:
CDU: 34,9% - SPD: 29% - Grüne: 12,1% - FDP: 9,8% - Linke: 4,5% - AfD: 6,6

Zum Wahlausgang befragt, sagte Bernd Althusmann im ARD-Interview, es gebe keinen Grund für Trübsal, aber auch nicht zur Euphorie. Er war seinem Heimatwahlkreis am Abend noch live zugeschaltet. Über das gewonnene Direktmandat habe er sich sehr gefreut, so Sybille Kahnenbley, Vorsitzende des CDU-Gemeindeverbands Seevetal.
Bei den SPD Kandidaten überwog die Freude über das Landesergebnis. "Das ist ein toller Wahlerfolg und wir haben einen guten Wahlkampf gemacht", so Tobias Handtke. "Ich danke all meinen Wählern und gratuliere Bernd Althusmann zu seinem Erfolg. Ich hoffe, er wird den Wahlkreis im Landtag gut vertreten." Als höchst erfreulich bezeichnete Martin Gerdau das SPD-Abschneiden in Niedersachsen. "Ich habe viel im Wahlkampf gelernt, neue Kontakte geknüpft und viel Input bekommen. Das hat viel Spaß gemacht!" Er sei ohnehin mit langfristigen Ambitionen angetreten. "In fünf Jahren bin ich wieder dabei", versprach Gerdau. Hendrik Frese zeigte sich zufrieden damit, in einem verkürzten Wahlkampf reichlich Boden gegenüber seinem CDU-Konkurrenten André Bock gut gemacht zu haben. "Es ist nur ein bisschen schade für den Landkreis, dass künftig wieder nur eine Partei in Hannover vertreten sein wird", so Frese.
André Bock war "absolut zufrieden" mit seinem persönlichen Wahlergebnis, hätte sich allerdings auf Landesebene ein besseres Abschneiden der CDU gewünscht. "Nach allem, was wir im Wahlkampf von den Menschen gehört haben, zum Beispiel im Hinblick auf die katastrophale Bildungspolitik von Rot-Grün, enttäuscht mich das Wahlergebnis", so Bock.

Einen ausführlichen Bericht zur Landtagswahl lesen Sie am Mittwoch im WOCHENBLATT. Die genauen Ergebnisse aus allen Wahlkreisen finden Sie auf https://www.landkreis-harburg.de .