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"Müssen Wohnraum schaffen": Ausblick von Martina Oertzen auf 2016

Bürgermeisterin Martina Oertzen dankt besonders den vielen Ehrenamtlichen, die sich in der Flüchtlingshilfe engagieren
kb. Seevetal. Neue Schulden, die Schaffung von Wohn- und Gewerbeflächen, die Aufnahme weiterer Flüchtlinge: Auch in 2016 kommen auf die Gemeinde Seevetal viele Herausforderungen zu. Das macht jetzt Bürgermeisterin Martina Oertzen in ihrem Ausblick auf das kommende Jahr deutlich.
Nach einer längeren Durststrecke seien in 2015 zwei kleine Wohngebiete in Glüsingen und Lindhorst entstanden, planerisch seien die Grundlagen für neue Wohnbauflächen in Hittfeld und der Ortsmitte Fleestedts geschaffen worden. "Aber es gilt weiteren, auch bezahlbaren Wohnraum zu beschaffen - für Seevetaler, Neubürger und Flüchtlinge", fordert Oertzen. Glücklicherweise sei Seevetal eine Zuzugsgemeinde, die Nachfrage nach Wohnraum steige. "Die Menschen wollen zu uns kommen, dazu gehört für mich auch die Schaffung wohnortnaher Arbeitsplätze", so Oertzen. Beinahe täglich würden bei der Gemeinde Anfragen nach Gewerbeflächen eingehen. Geplant sind derzeit die Erweiterungen der Gewerbegebiete in Hittfeld und Beckedorf.
Eines der vorherrschenden Themen des alten Jahres wird auch in 2016 ganz oben auf der Agenda stehen: die Unterbringung von Flüchtlingen. In diesem Jahr hat die Gemeinde Seevetal 248 neue Asylsuchende aufgenommen, hinzukommen bis zu 200 Menschen, die der Landkreis Harburg im Rahmen der Erstaufnahme in der Notunterkunft in Ohlendorf untergebracht hat. Bereits jetzt laufen die Vorbereitungen für die Ankunft weiterer Flüchtlinge. In Seevetal rechnet man mit mehreren Hundert weiteren Asylbewerbern. "Diese Aufgabe wird uns viel abverlangen, aber ich bin mir sicher, dass es uns gemeinsam mit den vielen Ehrenamtlichen gelingen wird, sie zu bewältigen", sagt Martina Oertzen. Ihr Dank gilt besonders den vielen freiwilligen Helfern, die sich "vorbildlich" einbringen. "Das Wort 'Danke' kann nicht ansatzweise ausreichend sein für dieses Engagement", so Oertzen.
Auch die Kommunalwahlen im September 2016 werfen bereits erste Schatten voraus. "Ich würde mich freuen, wenn sich möglichst viele Bürger an der Wahl beteiligen", sagt Oertzen. Die Bürgermeisterin wünscht sich jedoch nicht nur eine hohe Wahlbeteiligung: "Ich würde es sehr begrüßen, wenn sich mehr Frauen und jüngere Menschen für die Wahl aufstellen lassen, die unsere Gemeinde mit gestalten wollen. Ich fände es richtig, wenn in unserem neuen Rat möglichst alle Altersschichten repräsentiert wären."
Bei den Finanzen stehen der Gemeinde Seevetal wie bereits berichtet auch im kommenden Jahr neue Schulden bevor. Wichtige Investitionen können nur durch die Aufnahme weiterer Kredite finanziert werden.
Spannend bleibt es auch bei den thematischen "Dauerbrennern" Decatur-Brücke und Raststätte Elbmarsch. Im Hinblick auf den geplanten Bau der Mega-Rastanlage an der A1 bei Meckelfeld könnte es im kommenden Frühjahr zum Erörterungstermin im Rahmen des Planverfahrens kommen. Die marode Decatur-Brücke über den Rangierbahnhof Maschen wird derzeit noch einmal genau auf ihren Zustand überprüft.