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Prioritätenliste für Brücken soll erstellt werden

kb. Seevetal. Neben der Decatur-Brücke waren auch die übrigen Brückenbauwerke in Seevetal kürzlich Thema im Wege- und Verkehrsausschuss. Uwe Pesel, Leiter der Tiefbauabteilung, präsentierte eine Liste aller im Besitz der Gemeinde befindlichen Brücken inklusive einer Note für den aktuellen Zustand. "Fast 50 Prozent der Bauwerke sind in einem problematischen Zustand", zog Angelika Tumuschat-Bruhn (SPD) ein erstes Fazit. "Das treibt mir die Sorgenfalten auf die Stirn." Ingenieur Thorsten Löwe machte deutlich, dass Brücken nicht nur regelmäßig in Augenschein genommen, sondern im Idealfall auch gewartet werden sollten. "Wenn man rechtzeitig kleine Maßnahmen durchführt, kann man langfristig größere Schäden verhindern oder zumindest zeitlich hinausschieben", so Löwe. Doch dafür fehle den Gemeinden meist das Geld. "Die Kosten für Brückenarbeiten müssen Sie fortlaufend in den Haushalt einstellen", sagte Löwe In Richtung Politik. Denn auch die Brückenkappen müssten grundsätzlich alle 20 Jahre saniert werden.
In Seevetal wären jährlich etwa 1,2 Millionen Euro notwendig, um die Kosten für regelmäßig anstehende Brückenarbeiten zu decken - tatsächlich eingestellt im aktuellen Haushalt sind lediglich 650.000 Euro.
Auf Antrag von Angelika Tumuschat-Bruhn wurde im Aussschuss beschlossen, eine Prioritätenliste zu erstellen, darin soll nicht nur der Zustand der Brücke und die zu erwartenden Kosten, sondern auch die Bedeutung der Brücke als Wegeverbindung einfließen.