Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Rastanlage Elbmarsch: Vier Jahre Bürgerinitiative und noch keine Entscheidung

Zwischen Meckelfeld und A1: Wo es jetzt noch Natur gibt, soll nach dem Willen der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau die Rastanlage gebaut werden (Foto: BI gegen die Raststätte Elbmarsch)
kb. Meckelfeld. Als sich vor vier Jahren in Meckelfeld die Bürgerinitiative (BI) gegen die geplante Mega-Rastanlage an der A1 gründete, hätte wohl niemand erwartet, dass man auch Anfang 2017 von einer Entscheidung über den Bau der Rastanlage noch weit entfernt sein würde. Immer wieder wurde der Anhörungstermin verschoben, die Prüfung der über 6.400 Einwendungen besorgter Bürger dauerte eine gefühlte Ewigkeit. Aktueller Stand ist, dass der Anhörungstermin spätestens im kommenden Sommer stattfinden soll, bevor es dann zu einer Entscheidung kommt.
Oberstes Ziel der BI ist die Verhinderung der Rastanlage, die auf einer Fläche von insgesamt rund 23 Hektar Stellplätze für insgesamt 255 Lkw, 311 Pkw sowie für Busse und Schwerlasttransporter umfassen soll. Nach Gründen, eine Verlegung des Bauprojektes auf ein anderes Areal zu fordern, muss die BI nicht lange suchen. Die ohnehin vorhandene unverhältnismäßig hohe Verkehrsbelastung in Seevetal, der Standort in einem Moor- und Torfgebiet, zigtausende Lkw-Fahrten durch Meckelfeld allein für den Bau der Anlage, die Vernichtung von bis zu 80 Hektar Landwirtschaftsflächen, Naturzerstörung, Lärm, Abgase, Lichtsmog und nicht zuletzt das in den Augen vieler Seevetaler willkürlich abgelaufene Verfahren bei der Wahl des Standortes. Denn mit dem Areal "Neuland 23" westlich der Autobahnanschlussstelle Harburg hätte auf Hamburger Gebiet durchaus eine Alternativfläche zur Verfügung gestanden - laut Hansestadt sprachen jedoch Naturschutzbelange gegen eine Bebauung. Das hat man im Hamburger Rathaus wohl vergessen - denn nun baut dort DHL ein Mega-Paketzentrum.
Derzeit bereitet sich die BI intensiv auf den Anhörungstermin vor. "Die Entscheidungsträger müssen begreifen, dass bei solchen 'Mega-Planungen' die Güter Mensch und Natur nicht ausgeblendet werden dürfen", sagt die BI-Vorsitzende Angelika Gaertner. "Wir kämpfen weiter!"