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"Treffpunkt Hittfeld": Burg Seevetal hat keine freien Räume

Keine Alternative für einen „Treffpunkt Hittfeld“: Die Burg Seevetal hat keine freien Räume zur Verfügung
kb. Hittfeld. kb. Hittfeld. Alles andere als offene Türen rannte die Hittfelder Ortsratsgruppe aus CDU/FDP kürzlich mit ihrer Forderung nach einem „Treffpunkt Hittfeld“, einer Art Dorfgemeinschaftshaus, das Bürgern, Gruppen und Vereinen als Begegnungsstätte zur Verfügung stehen soll, ein. Die Idee, für den Treffpunkt ein Grundstück im Neubaugebiet „Nördlich Göhlenbach“ zu reservieren, um das Vorhaben dann mittelfristig in fünf bis zehn Jahren umsetzen zu können, stieß im Umwelt- und Bauausschuss der Gemeinde Seevetal angesichts klammer Gemeindekassen auf wenig Gegenliebe. Man könne für einen solchen Zweck doch Räume in der Burg Seevetal nutzen, hieß es u.a. von den Freien Wählern. Hier sei genügend Platz.
Dieser Vorschlag dürfte sich nun erledigt haben. Auf einen Antrag der Ortsratsgruppe hin hat die Verwaltung geprüft, ob in der Burg Seevetal Räume zur Verfügung stehen und inwieweit diese speziell für die Jugend- und Seniorenarbeit genutzt werden können. Ergebnis: Es stehen keine Räume leer. Eine Realisierung der Idee sei unter dem derzeit bestehenden Nutzungskonzept nicht möglich. Hinzu kommt: Die Burg Seevetal muss in den kommenden Jahren aufwendig saniert werden. 500.000 Euro sollen dafür jährlich in die Haushaltsplanungen eingestellt werden. Und: Die Burg Seevetal ist auf Mieteinnahmen angewiesen, kaum vorstellbar, dass dauerhaft Räume unentgeldlich für Vereine und Institutionen zur Verfügung gestellt werden.
Ortsbürgermeister Norbert Fraederich (CDU) hätte sich gewünscht, dass der Vorstoß der CDU/FDP-Gruppe ernsthafter diskutiert worden wäre, anstatt ihn umgehend mit einem vermeintlichen Alternativvorschlag abzubügeln. „Wie sich jetzt zeigt, ist eine Nutzung der Burg Seevetal nicht möglich. Wir müssen den Vereinen und Institutionen vor Ort aber eine Perspektive bieten“, so Fraederich. Derzeit findet der Seniorentreff noch im Feuerwehrhaus statt, das muss jedoch über kurz oder lang abgerissen werden. Eine eventuelle Alternative - das Gemeindehaus der Kirche - ist nicht barrierefrei. Auch das DRK und der Sozialverband nutzen derzeit das Feuerwehrhaus, ein Ersatz für diese Räumlichkeiten ist ebenfalls nicht vorhanden. „Wir bleiben dabei, wir brauchen einen Treffpunkt Hittfeld, der Bedarf hierfür wird immer größer“, sagt Norbert Fraederich. Allein der Bereich der Seniorenarbeit würde immer weiter wachsen: „Im Ortsratsbereich Hittfeld leben fast 2.400 Personen, die 65 Jahre oder älter sind - Tendenz steigend.“
Das weitere Vorgehen werde jetzt noch einmal in der Fraktion besprochen.