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"Werden Gemeinde nicht alleine lassen": Land sagt Seevetal Hilfe bei Decatur-Brücke zu

Blicken optimistisch in Richtung einer gemeinsamen Lösung (v. li.): Minister Olaf Lies (SPD), Bürgermeisterin Martina Oertzen und SPD-Gemeinderatsfraktionsvorsitzender Klaus-Dieter Kirchhoff auf der Decatur-Brücke
kb. Seevetal. Rückendeckung vom Land Niedersachsen beim "Sorgenkind" Decatur-Brücke bekommt Seevetal jetzt : "Wir werden die Gemeinde nicht alleine lassen", sagte Niedersachsens Verkehrsminister Olaf Lies (SPD) am Dienstag bei seinem Besuch vor Ort. Wie berichtet, entspricht das marode Bauwerk über dem Rangierbahnhof Maschen nicht mehr modernen Berechnungsstandards, eine zeitweise geplante Sanierung ist damit hinfällig. Die Decatur-Brücke wird langfristig durch ein neues Bauwerk ersetzt werden müssen. Die Kosten für eine solche Maßnahme liegen bei geschätzt 25 Millionen Euro - eine Summe, die die Gemeinde unmöglich aufbringen kann.
Im Seevetaler Rathaus fand jetzt ein erstes Gespräch mit Vertretern der Deutschen Bahn, dem Land und der Gemeinde statt. "Deutlich wurde, dass der Zustand der Brücke nicht als ein Seevetaler Problem, sondern als überörtliches Problem wahrgenommen wird", so Seevetals Bürgermeisterin Martina Oertzen. Das Gespräch im Rathaus sei sehr konstruktiv und ergebnisoffen verlaufen. "Es ging dabei aber nicht darum, wer was bezahlt", stellte Oertzen klar.
"Die Herausforderung ist, dass hier eine Lösung wirklich nur gemeinsam gefunden werden kann", sagte Olaf Lies. Und die sei nicht ohne Mitwirken der Bahn möglich, die über die Brücke das Betriebsgelände von DB Schenker erreicht und der die dazu nötigen Auffahrten gehören. "Die Bahn gehört ganz klar mit ins Boot", machte Lies deutlich. Der DB-Bevollmächtigte Ulrich Bischoping betonte beim Gespräch in Seevetal, dass auch die Bahn großes Interesse an einer gemeinsamen Lösung habe. Die Anbindung des DB Schenker-Verwaltungsgebäudes und der Werkstatt müsse zwingend bestehen bleiben, so Bischoping.
In Kürze wird die Decatur-Brücke zunächst halbseitig für den Verkehr gesperrt. Eine Ampelschaltung wird den Verkehrsfluss regeln. Durch die Länge der Brücke von 750 Metern wird es zu erheblichen Wartezeiten kommen.
Bei seinem Besuch in Seevetal traf sich Lies auch mit Vertretern der Bürgerinitiative gegen die geplante Raststätte Elbmarsch an der A1 bei Meckelfeld. Auch ihnen gegenüber sicherte Lies seine Unterstützung zu. Mehr zum aktuellen Stand der Raststätten-Planung und welche Argumente aus Lies' Sicht vor allem gegen den Standort Meckelfeld sprechen, lesen Sie am Mittwoch im WOCHENBLATT.