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Wohnbaugebiet "Küstergarten/Schwarzer Weg": Nächster Planungsschritt angeschoben

Seit Jahren ist das Areal "Küstergarten/Schwarzer Weg" in der Diskussion. Willy Klingenberg und die Freien Wähler hätten hier gerne ein Naherholungsgebiet gesehen (Foto: archiv)
kb. Seevetal. Einen kleinen Schritt weiter ist der Umwelt- und Planungsausschuss der Gemeinde Seevetal in Sachen Wohngebiet "Küstergarten/Schwarzer Weg" in Hittfeld gekommen. Die Mitglieder sprachen sich jetzt dafür aus, mit den Varianten C und D, die auch vom zuständigen Planungsbüro Mehring favorisiert worden waren, in die weitere Planung zu gehen. Nicht stattgegeben wurde einem Antrag der Freien Wähler. Sie plädierten dafür, in dem Areal zwischen "Schwarzer Weg" und "Am Göhlenbach" eine Kombination aus Wald, Landwirtschaft und eventuell einer kleinflächigen Wohnbebauung zuzulassen. Das Gebiet eigne sich hervorragend zur Naherholung, so Klaus Prigge in der Antrags-Begündung. "Diese Kombination aus Wald und Alibi-Bebauung trägt sich aus verschiedenen Gründen nicht", sagte dazu Walter Schulz (CDU). Als wenig zielführend erachtete auch der Ausschussvorsitzende Klaus-Dieter Kirchhoff (SPD) den Vorschlag. "Wir sind über diesen Punkt eigentlich hinweg", so Kirchhoff. "Sonst drehen wir uns im Kreis."
Die Verwaltung soll nun das Planungsbüro damit beauftragen die Varianten C und D (jeweils rund 100 Baugrundstücke) weiterzuentwickeln. Die Fraktionen können sich dabei noch mit eigenen Vorschlägen einbringen. Wenn dieser Schritt getan ist, soll der Ortsrat Hittfeld noch einmal in die Entscheidungsfindung eingebunden werden.
Auf der Tagesordnung des Ausschusses standen auch die Bebauungspläne für Ramelsloh (Aldi), Glüsingen ("Wennern"), Lindhorst (Hemo-Gelände) und Ohlendorf ("Am Buchwedel"). Die Entscheidungen wurden alle einstimmig gefasst:
• Ihrer Fantasie freien Lauf lassen können Bauherren im Gebiet "Wennern/Auf dem Kamp" in Glüsingen, wenn der Gemeinderat auf seiner Sitzung am Donnerstag der Empfehlung der Ausschussmitglieder folgt und den Satzungsbeschluss fasst. In dem kleinen Wohngebiet ist Platz für rund 20 Grundstücke, über 140 Interessenten haben sich bereits für einen Bauplatz beworben. Gestaltungsvorgaben gibt es für das Gebiet nicht, was nicht bei allen Ausschussmitgliedern auf Begeisterung stieß. Einer, der dieser Vorgehensweise voll zustimmte, war Walter Schulz. "In diesem relativ kleinen Areal sollten wir mal das Risiko eingehen, die Leute so bauen zu lassen, wie sie wollen", so der CDU-Politiker.
• In die öffentliche Auslegung geht der Bebauungsplan "Ramelsloh 17 - Einzelhandel Ohlendorfer Straße". In unmittelbarer Nähe zum bestehenden Edeka-Markt soll in Ramelsloh ein Aldi-Markt mit 1.000 m² Verkaufsfläche gebaut, der Edeka-Markt Knolle auf 3.000 m² erweitert und die Kreuzung durch eine neue Bügelstraße, über die auch die Anbindung des Aldi-Marktes erfolgt, entlastet werden. Anders als zunächst geplant, soll der bestehende Grünstreifen an der Ohlendorfer Straße bestehen bleiben. Hier hatte es im Vorfeld Kritik vor allem von Eltern und Lehrern gegeben, da dies der Schulweg vieler Kinder ist und eine Verschlechterung der Verkehrssicherheit befürchtet wurde.
• Auch die B-Pläne für das ehemalige Hemo-Gelände in Lindhorst und die Fläche "Zum Buchwedel" in Ohlendorf gehen in die öffentliche Auslegung. In Lindhorst sollen rund 20 Baugrundstücke auf einer Fläche von insgesamt ca. 20 Hektar entstehen. In Ohlendorf sind 16 Baugrundstücke westlich der Straße "Zum Buchwedel" geplant. Um zu verhindern, dass sehr schmale Parzellen gebildet werden, wurde hier die Tiefe der Grundstücke entgegen der ersten Pläne auf ca. 40 Meter gekürzt.
Der Gemeinderat wird vermutlich auf seiner Sitzung im Juni über die weiteren Planungen in Ramelsloh, Lindhorst und Ohlendorf beraten.