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Zusätzliche Hundestationen: "Kosten sind überschaubar"

Irmelin Schütze und Marlis Grundt an einem Mülleimer in Hittfeld, der sich ebenfalls einfach mit einem Tütenspender nachrüsten ließe
 
Kein Einzelfall: So wie hier in Maschen sehen derzeit viele Hundestationen in Seevetal aus (Foto: Grundt)
kb. Seevetal. Hundekot, der auf Gehwegen und in Blumenbeeten liegt, Hundekotbeutel, die achtlos in die Büsche geworfen werden - das stinkt vielen. Marlis Grundt vom Verein Hundelobby Seevetal ist überzeugt, dass dieses Problem mit dem Aufstellen zusätzlicher Hundestationen, an denen die Hundehalter sowohl Kotbeutel bekommen und diese auch entsorgen können gelöst werden kann. "Es gibt viele Gemeinden, z.B. Jesteburg, in denen das hervorragend läuft", weiß die Hunde-Freundin.

Den Vorstoß der Freien Wähler, die kürzlich einen Antrag auf weitere Hundestationen gestellt haben, begrüßt Grundt deshalb sehr. Doch in der Politik rannten die Freien Wähler, die die zusätzlichen Stationen durch eine Umgestaltung der Hundesteuer und dadurch entstehende Mehreinnahmen finanzieren wollten, mit dem Thema keine offenen Türen ein. Nach einer lebhaften Diskussion im Finanzausschuss wurde beschlossen, zunächst die Ortsräte anzuhören. "Das Votum fällt gemischt aus", berichtet Dr. Irmelin Schütze von den Freien Wählern. In Meckelfeld sei der Vorschlag auf Zustimmung gestoßen, in Maschen habe es vor allem eine Diskussion um die Entsorgung der Beutel gegeben, in Ramelsloh habe man keinen Bedarf für neue Stationen gesehen, wolle die alten aber gerne ersetzen, in Hittfeld wurden drei mögliche Standorte für neue Stationen genannt.

Aktuell gibt es noch etwa 30 Stationen in Seevetal, die Hälfte wird von Bürgern betreut. Genau dieses System hat sich als unpraktikabel erwiesen. "Freiwillige zu finden, die die Stationen mit Beuteln versorgen, ist ja noch machbar. Aber wenn die Stationen auch geleert und die vollen Beutel im Hausmüll entsorgt werden müssen, dann ist es kein Wunder, wenn ein Helfer nach dem anderen abspringt", sagt Marlis Grundt.
Auch sie ist grundsätzlich der Ansicht, dass Hundebesitzer natürlich selbst dafür verantwortlich sind, die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner zu entsorgen. "Aber die Realität sieht einfach anders aus", sagt Grundt. Warum also nicht einfach Abhilfe schaffen? "Eine simple Lösung wäre, vorhandene Mülleimer mit Tütenspendern nachzurüsten. Die Entsorgung würde dann über den Bauhof laufen", so Grundt. Diese Option wäre zudem günstig. Tütenspender, die an bereits vorhandenen Mülleimer angebracht werden können, gibt es bereits für 45 Euro. "Natürlich wäre es zusätzlich schön, wenn an wichtigen Wegstrecken, die gerne zum Gassi gehen genutzt werden, ebenfalls Hundestationen aufgestellt werden", sagt Marlis Grundt. Auch hier seien die Kosten überschaubar.

Die Freien Wähler wollen am Thema dran bleiben und auch die Hundesteuer noch einmal zur Diskussion stellen. Durch eine Anhebung der Hundesteuer für den Ersthund von 48 auf 56 Euro und die Angleichung der Steuern für Zweit- und Dritthunde ebenfalls auf 56 Euro ließen sich Mehreinnahmen pro Jahr in Höhe von rund 10.000 Euro erzielen. "Auch wenn diese Steuer nicht direkt an einen Zweck gebunden werden darf - die Mehreinnahmen wären ja im Haushalt vorhanden und könnten für die Mehrausgaben im Bereich der Hundestationen genutzt werden", sagt Schütze. Sie hat mit vielen Hundebesitzern gesprochen, ihr Eindruck: "Viele Hundehalter wären bereit, die leichte Anhebung der Steuer zu tragen, besonders wenn es im Umkehrschluss eine echte Verbesserung bei den Hundestationen gibt."
Auch Marlis Grundt will sich weiter für zusätzliche Hundestationen einsetzen. "Das ist aber längst nicht das einzige Thema, bei dem die Hundelobby aktiv ist. Wir wünschen uns z.B. auch Freilaufflächen", so Grundt. Wer die Arbeit unterstützen oder die Hundelobby kennenlernen will, ist jederzeit willkommen. Infos unter http://www.hundelobby-seevetal.de oder bei Marlis Grundt, E-Mail: hundelobby-seevetal@online.de.