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A7: Stauchaos im Horster Dreieck setzt sich fort

Auf dem Weg zur Arbeit oder in den Urlaub im Stau zu stehen - es gibt Schöneres (Foto: LVDESIGN@Fotolia)
kb. Seevetal. Gute Nachricht für die Anwohner, Geduldsprobe für Autofahrer: Auf der A7 im Bereich zwischen Anschlussstelle Ramelsloh und Autobahndreieck Horst wird ab Anfang Juli im Rahmen des Lärmschutzes auf einer Strecke von knapp eineinhalb Kilometern offenporiger Asphalt aufgebracht. Zunächst ist die Fahrbahn in Fahrtrichtung Hamburg betroffen, die Arbeiten sollen bis 20. August abgeschlossen sein. Ab 25. August geht es dann auf der Fahrbahn Richtung Hannover weiter. Hier soll die Maßnahme bis 18. Oktober dauern. Die Autobahn wird einseitig befahrbar bleiben. Der Verkehr wird während der Maßnahme zweispurig auf die jeweils nicht betroffene Fahrbahn umgeleitet. Kosten: 3,3 Millionen Euro.
Durch die Lärmschutzmaßnahme verschärft sich die ohnehin angespannte Verkehrssituation auf der A7 im Bereich Horster Dreieck weiter. Durch den Abriss und Neubau der sogenannten Michelbrücke im Bereich der Verkehrsbehörde Lüneburg kommt es derzeit bereits zu erheblichen Behinderungen, fast täglich staut sich der Verkehr. Zudem nahen die Sommerferien - Millionen Deutsche machen sich über die A7 auf den Weg an Nord- und Ostsee. Mega-Staus sind programmiert.
Immerhin - dieses Mal werden gleich parallel zum Aufbringen des offenporigen Asphalts die Leitplanken für rund 630.000 Euro erneuert. Wir erinnern uns: Nachdem im vergangenen Jahr in einem ersten Abschnitt auf der A7 im Bereich Ramelsloh offenporiger Asphalt aufgebracht worden war, galt trotz der neuen Fahrbahn monatelang Tempo 80. Grund: Die Höhe der Leitplanken entsprach nicht mehr der Vorschrift, die Schutzeinrichtungen wurden erst Monate später angepasst. Kosten damals: rund 920.000 Euro.
Zur Begründung hieß es dazu aus der Verkehrsbehörde in Verden, die Maßnahme sei aus Vergabegründen erst anschließend durchgeführt worden. "Die haben bestimmt erst hinterher gemerkt, dass die Fahrbahn höher geworden ist", dachten sich hingegen viele genervte Pendler.
Für die Autofahrer auf der A7 heißt es ab Juli: Rechtzeitig losfahren und reichlich Geduld einpacken. Ihnen bleibt der fromme Wunsch, dass die Verkehrsbehörden ihre Baumaßnahmen künftig besser koordinieren, damit nicht solche Mega-Staugefahrenlagen wie jetzt entstehen.