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Afrikanische Schweinepest: Kreisveterinäramt empfiehlt Vorsichtsmaßnahmen

kb. Landkreis. Ende Juni wurde die Afrikanische Schweinepest (ASP) erstmalig bei einem Wildschwein in Tschechien festgestellt, und damit nur noch wenige hundert Kilometer von Deutschland entfernt. Um eine Einschleppung beziehungsweise Ausbreitung zu vermeiden, ruft das Veterinäramt des Landkreises Harburg Jäger, Schweinehalter und Reisende aus den betroffenen osteuropäischen Gebieten zu Aufmerksamkeit und Vorsichtsmaßnahmen auf.
Die ASP ist eine virusbedingte, bei Schweinen vorkommende Tierseuche. Sie ist hochansteckend und verläuft bei Schweinen zumeist tödlich. „Für Menschen ist das Virus jedoch ungefährlich“, betont Kreisveterinärin Dr. Astrid Krüger. „Ein Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest etwa bei Wildschweinen hätte jedoch verheerende Folgen für die Landwirtschaft. In Kadavern von Wildschweinen kann sich das Virus sehr lange halten und von dort immer wieder in Hausschweinebestände hineingetragen werden.
Das Risiko, dass die ASP in deutsche Wildschweinpopulationen durch illegale Verbringung und Entsorgung von kontaminiertem Material eingeschleppt wird, wird vom Friedrich-Löffler-Institut als hoch eingeschätzt, ebenso wie die Einschleppung durch kontaminiertes Schweinefleisch und daraus hergestellte Erzeugnisse. „Eine große Gefahr geht auch von Fleisch- und Wurstwaren aus, die aus betroffenen Ländern mitgebracht werden und etwa an Autobahnraststätten in Papierkörbe geworfen werden, die dann von Wildschweinen geplündert werden können“, erläutert Dr. Astrid Krüger.
Darum hat die Kreisveterinärin insbesondere die Kreisjägerschaft um besondere Aufmerksamkeit bei der Jagd gebeten: „Auffälligkeiten in den Schwarzwildbeständen, wie eine Zunahme der Fallwildzahlen, müssen umgehend an das Veterinäramt und das Ordnungsamt des Landkreises gemeldet werden."
Personen, die aus den betroffenen Gebieten nach Deutschland einreisen, sind aufgerufen, keine Schweinefleischprodukte (zum Beispiel Wurst), Jagdtrophäen und kein Wildschweinfleisch mitzubringen. Arbeitgeber, die Saisonarbeiter aus Osteuropa beschäftigen, sind in der Pflicht, diese entsprechend zu informieren.
Auf den Internetseiten http://www.tierseucheninfo.niedersachsen.de und http://www.landkreis-harburg.de/asp finden sich neben aktuellen Informationen zur Seuche auch spezielle Merkblätter für Schweinehalter und Jäger sowie mehrsprachige Informationen für Saisonarbeiter. Bei Fragen zur Afrikanischen Schweinepest steht auch das Kreisveterinäramt unter Tel. 04171 – 693466 zur Verfügung.