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Beruf im Pflegebereich: Menschen statt Mathe

Christiane Kuhn (Foto: oh)
(ah). Die Wege in den Pflegeberuf sind oft unergründlich. Der von Christiane Kuhn, die seit Anfang Dezember Einrichtungsleiterin des Cura-Seniorencentrums Maschen ist, erscheint beinahe wunderlich. Nach dem Abitur studiert die gebürtige Bremerhavenerin in Hamburg für das höhere Lehramt. Um das Studium zu finanzieren sucht sie einen Job – und findet ihn ausgerechnet auf der Schwerstpflegestation eines Blinden- und Altenheims. „Damals durften studentische Hilfskräfte noch Pflege-Aufgaben wahrnehmen, die heute ausschließlich examinierten Kräften vorbehalten sind“.
Sie absolviert eine Weiterbildung zur Leitung in der Altenpflege – „was ich bis heute nicht bereut habe“. Die Pädagogin tauschte Lehrplan und Klassenbuch gegen Pflegepläne, Menschenführung und Dokumentierungspflichten und leitet mit viel Elan ihre erste Einrichtung sieben Jahre. im Verlauf ihrer Leitungsfunktionen in unterschiedlich großen Häusern entwickelt sie Konzepte zur Betreuung demenziell veränderter Menschen, erstellt eines der ersten praxisorientierten Qualitätshandbücher, arbeitet daran, die Pflege den individuellen Bedürfnissen der Bewohner anzupassen. Sie freut sich auf ihre neue Aufgabeda kleinere Einrichtungen „persönlicher und gemütlicher“, das Zusammenleben „familiärer und harmonischer“, die Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern entspannter seien. "Zudem kann ich kann meine Ansprüche an eine optimale Versorgung der Bewohner noch besser umsetzen", so Christiane Kuhn.